Ein Lichtband für den Lambertimarkt

Ein Lichtband für den Lambertimarkt

Beim Bürgerforum in der Gesamtschule werden Maßnahmen für Breyell und Schaag bekannt. Ein neuer Radweg soll die Ortsteile verbinden.

Breyell. Auf den Plätzen tut sich was: So wird der Lambertimarkt in Breyell eine Bodenbeleuchtung erhalten, und auch für den Hubertusplatz in Schaag gibt es Überlegungen, mehr „Wohlfühl-Charakter“ zu schaffen.

Was sich sonst noch in diesem Jahr tun wird in den Ortsteilen, darüber wurde am Dienstagabend beim Bürgerforum für Breyell und Schaag in der Gesamtschule diskutiert.

„Man will wieder neues Leben auf dem Lambertimarkt schaffen“, versprach Christian Wagner. Und nicht nur das: Beim Bürgerforum im Zuge des Stadtentwicklungskonzepts kündigten der Bürgermeister und die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche baldige Maßnahmen für Breyell und Schaag an.

Probeweise wird ein Stück in der Josefstraße neu bepflastert, laut Fritzsche gleichsam als Modell für eine gänzlich neue Bodengestaltung in der Fußgängerzone. „Mehr Attraktivität“ in allen Bereichen lautet das Motto für konkrete Verbesserungen. Die sollen helfen, dass die Einwohner sich wohlfühlen — und Neubürger sich ansiedeln.

So soll in Breyell der Bau eines „Park- and Ride“-Areals in Angriff genommen werden, „damit der Haltepunkt zu einem richtigen Bahnhof wird“, so Fritzsche. Auch die Verkehrsanbindung zwischen den beiden Stadtteilen wird verbessert — mittels eines neuen Rad- und Fußweges im Bereich Mühlenbachaue und Felderend/Fongern.

In Schaag als „attraktivem Wohnort“ gibt es laut Wagner „nicht ganz so dringende Probleme wie in Breyell“, wo Wohnungsbau und Gewerbeansiedlungen vonnöten seien. Konkreter indes sind wohl die Planungen, den Lambertimarkt aufzupeppen.

Störfaktor dabei: Die wuchtigen, zum Platz hin gewölbten Mauerumrandungen. „Schrägen weg, stattdessen Grünbeete“, kündigte Fritzsche an. Grüner soll es auch an den Stufen zur Straße werden: Große verschiebbare Kübel mit höherer Bepflanzung seien vorgesehen.

Der Platz selbst biete kaum Gestaltungsmöglichkeiten. „Wir dürfen nicht tief in den Boden“, gab Fritzsche einen Einwand der Denkmalbehörde wieder: Unter dem ehemaligen Kirchenschiff lägen Gräber.

Doch genau dieses Gotteshaus, von dem nur noch der Turm, der Alte Lambert, steht, soll nun als Effekt mit Erinnerungswert den Platz erhellen. Fritzsche: „Wir wollen dem Umriss den alten Kirchenschiffs abbilden, mit einem LED-Band in den Bodenplatten.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung