Die neue Spielzeit der Nettekultur 2019/2020 startet im September

Spielzeit 2019/2020 : Theatersaison startet im September

Wegen der Sanierung der Werner-Jaeger-Halle werden die Veranstaltungen auf vier Spielorte verteilt. In den Abos und beim Besonderen Programm gibt es mehr musikalisches Angebot als bisher.

Alles neu, alles anders: Zum ersten Mal findet eine komplette Theatersaison nicht in der Werner-Jaeger-Halle statt, da diese saniert wird. Stattdessen verteilen sich die Theater-Aufführungen und Kabarett-Abende der Spielzeit 2019/2020 auf vier Säle und Kirchen im Stadtgebiet. Es bleibt allerdings beim Konzept von zwei Abo-Reihen mit je vier Veranstaltungen, dem Besonderen Programm sowie dem Kinder- und Jugendtheater. Der Vorverkauf läuft seit Montag.

„Es gibt natürlich bei der Planung Einschränkungen ohne die Werner-Jaeger-Halle und ihre Bühne“, erläuterte Roger Dick bei der Vorstellung des neuen Programms. Der Leiter der Nettekultur gewinnt der neuen Situation aber auch Positives ab: „Aus den neuen Spielorten ergeben sich auch Chancen für Veranstaltungen, die wir wohl sonst nicht gebucht hätten.“ So sei das neue Programm etwas bunter mit mehr Musikalischem.

Bernd Stelter kommt am 6. Dezember in den Seerosensaal. Foto: Manfred Esser

Die neue Theatersaison hat diese Spielorte, nachdem die Macher rund 40 mögliche Säle sichteten: Seerosensaal in Lobberich mit rund 500 Plätzen (alle Abo-Veranstaltungen) und in der Aula der Realschule in Kaldenkirchen mit halb so viel Sitzplätzen; die „Kultur-Aula“ wird dafür laut Dick „runderneuert“. Beide Säle sollen auch in der darauffolgenden Saison Hauptspielorte sein. Dazu kommen die katholische Kirche St. Sebastian in Lobberich (400 Plätze) und die evangelische Kirche Hinsbeck (120).

Das Abonnement 1 startet am 20. September: „Ketten der Liebe“ heißt die Komödie von und mit Tom Gerhardt. Es folgen am 16. Oktober die Jazz- und Blues-Revue „Barrelhouse Jazz Gala“ und am 12. Januar 2020 die Komödie „Eine Stunde Ruhe“. Am 9. Mai ist ein Konzert mit „iNtrmezzo“ (Acapella-Comedy) und dem Ensemble „Stimmlich“.

„Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ ist im Kindertheater am 26. November im Seerosensaal zu sehen. Foto: Wittener Kinder- und Jugendtheater

Am 21. November startet das Abo 2 mit dem Thriller „Blackout“, die Tanzshow „Don’t Stop The Music“ folgt am 30. Januar 2020, danach am 21. April das Biographie-Schauspiel „Romy Schneider“. Das Schauspiel „Nathan der Weise“ läuft am 15. Mai, mit eingebunden in die Aufführung werden Nettetaler Realschüler.

Als „besonderen Höhepunkt“ kündigte Dick die Zusatzveranstaltung „Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit“ am 15. Februar 2020 in der Kirche Hinsbeck an: „Das ist eine humorvolle Fusion aus Schauspiel, Live-Musik und Soundtrack mit dem beliebten Schauspieler Götz Schubert.“ Außergewöhnlich sei auch die Goethe-Adaption „Faust@White BoxX“ am 14. März 2020 in der Realschule.

Zwölf Veranstaltungen bietet „Das besondere Programm“ mit Kleinkunst – Kabarett, Comedy und Musik. Mit dabei sind beispielsweise Kabarettisten wie Bernd Stelter, Philip Simon, Nessi Tausendschön und Jens Neutag. Die traditionelle „Nettetaler Comedy Nacht“ findet am 24. April 2020 im Lobbericher Seerosensaal statt.

Das „Theater für Kinder und Jugendliche“ wartet mit acht Veranstaltungen auf und startet am 29. Oktober mit dem Familienstück „In einem tiefen, dunklen Wald“ von Paul Maar. Pettersson, Pippi Langstrumpf oder Zauberer von Oz sind Titel weiterer Aufführungen. Gleich zweimal mit dabei ist die Theatergruppe „Die Fabulanten“, die seit ihrem Auftritt bei der Kaldenkirchener Kulturwoche Grenzgold viele Fans in Nettetal hat.

Während beim Kindertheater jede Eintrittskarte fünf Euro kostet, sind bei den Abonnements die Preise nach Sitzplatz gestaffelt: 54, 74 und 83 Euro. Beim besonderen Programm reichen die Kartenpreise von 18 bis 35 Euro. Der Vorverkauf für die Abos, das Kindertheater sowie einige Veranstaltungen des besonderen Programms ist beim Ticketportal Reservix gestartet, für alle anderen Einzelveranstaltung sind die Karten ab Montag, 2. September, zu haben.

Die Kulturschaffenden in der Verwaltung sehen dem Vorverkauf mit Spannung entgegen. Dick sagte: „Es ist ja für uns wie für unser Publikum eine neue Situation ohne die Werner-Jaeger-Halle.“ Fachbereichsleiter Jochen Müntinga gab sich zuversichtlich, lobte Programmplaner Dick und sein Team: „Es ist gelungen, eine reizvolle und vielfältige Bandbreite an Veranstaltungen für alle Zielgruppen zusammenzustellen, die sicherlich ihr Publikum finden wird.“

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