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Bunt verpackte Pakete für die Bedürftigen

Bunt verpackte Pakete für die Bedürftigen

Die Tafel und ein Förderverein der Kirche gaben am Mittwoch 121 Pakete aus. Sechs Berufsschülerinnen packten auch mit an.

Lobberich. Weihnachtspakete für Bedürftige und Geschenke für Kinder: Für diese beiden Aktionen von Nettetaler Tafel und dem Förderverein der evangelischen Kirche Lobberich-Hinsbeck war am Mittwoch Ausgabe-Termin im Berufskolleg an der Färberstraße.

Auf Tischen im Foyer lagen 121 Pakete bereit: 68 für Familien, die Kunden der Nettetaler Tafel sind, und 53 für Kinder. Bei der Ausgabe packten sechs Schülerinnen der Berufsschule für Sozialhelfer mit an.

Zum dritten Mal führte der Förderverein der Evangelischen Kirche die Aktion „Jedem Kind ein Weihnachtsgeschenk“ durch. Über die Tafel waren die Familien mit Kindern informiert worden. „Jedes Kind bis zum 15. Lebensjahr konnte einen Wunschzettel ausfüllen. Maximaler Wert 35 Euro“, so Wilfried Niederbroeker.

Oft standen „warme Sachen, Winterpullover“ auf den Wunschzetteln, aber auch Lego, Spielekonsolen und Puppen. In den Familien-Paketen der Tafel waren Lebensmittel, Süßigkeiten und auch Bücher. Und zwar sortiert nach Größe: vom Single-Haushalt bis zur siebenköpfigen Familie.

„Wir erlebten wieder sehr viel Dankbarkeit“, sagten Cornelis Biemans und Hans Aldekerk (Tafel). „Wir sind froh, dass wir die Aktion mitgemacht haben. Wir konnten helfen und erleben, wie gut die Hilfe ankam“, sagte Chantal (17) von der Berufsfachschule für Sozialhelfer.

Eine 77-Jährige, die nach Abzug von Miete und Nebenkosten weniger als 200 Euro im Monat zum Leben hat, hatte Tränen in den Augen: „Im vergangenen Jahr war für mich nichts mehr da. Jetzt kann ich wieder einmal Weihnachten feiern. In dem Paket sind sogar Spargel und kleine Gürkchen. Das habe ich schon lange nicht mehr genießen können.“

180 Tafel-Pakete standen in Kaldenkirchen, 25 in Breyell und 68 in Lobberich bereit. „Die Pakete, die übrig sind, erhalten jene, die nicht kommen konnten: bedürftige gehbehinderte und alte Menschen“, so Biemans, der seit der Gründung 2001 bei der Tafel hilft.

Abschließend wurden die nicht abgeholten Pakete in Autos geladen und nach Breyell gebracht. „In Speckerfeld ist die Nachfrage höher als das Angebot“, sagt Biemans.