Bombenfund in Kaldenkirchen

Bei Baggerarbeiten wurde der Sprengsatz entdeckt.

Kaldenkirchen. Auf eine Bombe stießen am Dienstagmorgen gegen neun Uhr Arbeiter bei Baggerarbeiten auf dem Gelände der Firma Kreykamp im Gewerbegebiet Herrenpfad-Süd. Dies bestätigte die Stadt Nettetal. Die Bauleitung habe das städtische Ordungsamt informiert, das wiederum den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf alarmiert habe, der die Fünf-Zentner-Bombe (250 Kilogramm) aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen sollte.

Das Ordnungsamt sicherte in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Feuerwehr die Fundstelle. Gebäude im Umkreis von 250 Metern wurden evakuiert, die Anwohner konnten sich auf einen zentralen Sammelplatz des Obi-Baumarktes zurückziehen. Gebäude im Umkreis von 500 Metern mussten die Fenster und Türen geschlossen halten und durften nicht verlassen werden. Die im Gewerbegebiet liegenden Straßen und Wege wurden durch Polizei, Feuerwehr und der Stadt Nettetal gesperrt. Insgesamt 37 Einsatzkräfte waren vor Ort.

„Der herbeigerufene Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärfte die mit einem Aufschlagzünder ausgestattete Fliegerbombe und räumte anschließend die Fundstelle“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Nettetal. Gegen 13 Uhr war der Einsatz beendet.

Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Niederrhein keine Seltenheit. In Kaldenkirchen wurde die letzte am 3. April 2013 in der Kreuzmönchstraße entdeckt. In Mönchengladbach musste eine 500-Kilogramm Bombe im 2013 November entschärft werden und in Neuss im Dezember. Meistens gehen diese Aktionen glimpflich aus. Nicht so im September vor zwei Jahren in Viersen. Dort musste eine Bombe gesprengt werden, was Schäden an umliegenden Häusern verursachte. Lee