. . . Armin Schönfelder über den Weg zum Nettetaler Jugendamt.

. . . Armin Schönfelder über den Weg zum Nettetaler Jugendamt.

Nettetal. Am Donnerstagabend hat der Nettetaler Stadtrat mit Mehrheit beschlossen, ein eigenes Jugendamt zu gründen. Über die nächsten Schritte sprach die WZ mit Armin Schönfelder, seit Februar 2008 1. Beigeordneter in Nettetal.

Der 42-Jährige war von 2003 bis 2008 als 1. Beigeordneter im Landkreis Ost-Vorpommern für das Jugendamt zuständig und unmittelbar Leiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes von Jugend- und Sozialamt.

Westdeutsche Zeitung: Herr Schönfelder, wie sehen die nächsten Schritte auf dem Weg zum Nettetaler Jugendamt aus?

Armin Schönfelder: Den Aufbau werden wir zusammen mit dem bereits existierenden Unterausschuss Jugendamt, den CDU-Partei-Chef Jürgen Boyxen leitet, angehen. Zudem gründen wir eine verwaltungsinterne Projektgruppe unter meiner Leitung, die sich mit fachlichen Inhalten sowie Fragen wie Personal und Unterbringung beschäftigt. Unser Ziel ist es, dass das Nettetaler Jugendamt Anfang 2012 an den Start gehen kann.

WZ: Stichwort Personal — wie gehen Sie diese Frage an?

Schönfelder: Als nächstes brauchen wir so schnell wie möglich einen guten Jugendamtsleiter, der das Projekt mitverantwortet. Diese Stelle werden wir intern und extern ausschreiben, wahrscheinlich Anfang 2011. Ideal wäre ein versierter Sozialpädagoge, der bereits Erfahrung mit dem Aufbau eines Jugendamtes hat. Wieviele Mitarbeiter das Amt haben wird und welche wir vom Kreisjugendamt übernehmen werden, kann seriös noch nicht gesagt werden. Ob alle Mitarbeiter des Kreis-Jugendamtes, die derzeit für Nettetal zuständig sind, übernommen werden, hängt vom Personalumfang des städtischen Jugendamts und den Verhandlungen mit dem Kreis Viersen ab. Natürlich wird es auch Kollegen in der Stadtverwaltung geben, die das Jugendamt gerne verstärken wollen.

WZ: Wann werden die Mitarbeiter des Kreis-Jugendamtes wissen, ob sie für das Nettetaler Amt übernommen werden?

Schönfelder: Uns ist daran gelegen, die Beratungen mit dem Kreis — auch im Interesse der Mitarbeiter der Kreisverwaltung — zügig abzuschließen. Ich bin mir sicher, dass auch der Kreis keine Hängepartie wünscht. Im neuen Jahr werden wir zügig Gespräche mit dem Kreis Viersen führen, um über Personal, Aktenübergabe und mehr zu reden. dh

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