"Aktivmesse 50+" in Nettetal und Brüggen erhält ein modernes Konzept

Nettetal/Brüggen : Neustart geplant für die „Aktivmesse 50+“

Das überarbeitete Konzept soll erstmals im Frühjahr 2020 umgesetzt werden.

Die „Aktivmesse 50+“ soll ein neues Konzept erhalten. Dafür stimmten die Brüggener Ratsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung sowie nun die Mitglieder im Nettetaler Ausschuss für soziale Angelegenheiten. Bei der abwechselnd in den beiden Kommunen stattfindenden gemeinsamen Veranstaltung für Senioren und Pflege waren zuletzt die Besucherzahlen zurückgegangen. „Die Messe ist nicht mehr modern“, sagte Sozialamtsleiterin Ina Prümen-Schmitz im Nettetaler Ausschuss.

Bislang hat die Messe dreimal stattgefunden: 2011, 2013 und 2016. Das Konzept stammt noch aus der Anfangszeit und „stellte zu diesem Zeitpunkt ein innovatives, zeitgemäßes Format für die angesprochene Zielgruppe dar“, heißt es in der Vorlage. Inzwischen aber hätten sich die Zielgruppe und deren Bedürfnisse verändert, sodass die Fortschreibung und Modernisierung des Konzeptes angebracht sei.

Veranstaltung könnte auf sieben bis zehn Tage ausgedehnt werden

Bei der bislang letzten Messe 2016 in Breyell habe sich dies deutlich gezeigt: Stark nachgefragt waren Themenvorträge und besondere Angebote zum Ausprobieren, beispielsweise Reha-Sport und Schultermassagen. Das offene Angebot der Informationsstände der regionalen Anbieter wurde dagegen nur mäßig in Anspruch genommen. Zudem könne das Thema „Pflege“ auf aktive Senioren abschreckend wirken, pflegende Angehörige wiederum seien durch Aktivangebote
verunsichert.

Angedacht ist nun, die Veranstaltung nicht mehr an zwei Tagen stattfinden zu lassen, sondern sie auf sieben bis zehn Tage mit mehreren Einzelveranstaltungen auszuweiten – als Aktionswoche mit „vielen themenspezifiischen Angeboten, an unterschiedlichen attraktiven Orten und mit einer großen Auftakt- und Abschlussveranstaltung als Klammer“. Dadurch werde die jeweilige Zielgruppe konkreter angesprochen, die Angebotsvielfalt steige. Für die Finanzierung sollen Sponsoren gefunden werden; aktuelle Schätzungen sehen zudem rund 3000 Euro für Nettetal und Brüggen vor.

Die erste neu aufgestellte Aktionswoche soll im Frühjahr 2020 in Brüggen stattfinden. Zwei Jahre später würde sie nach einer Evaluation wieder in Nettetal durchgeführt werden. emy

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