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3,7-Tonnen-Skulptur aus Larissa-Marmor

3,7-Tonnen-Skulptur aus Larissa-Marmor

Im Atelier von Manfred Mangold entsteht ein neues Werk. Es wird an der Wankumer Straße aufgestellt.

Hinsbeck. Vor 20 Jahren fand das erste Bildhauer-Symposium in Hinsbeck statt. Um in diesem Jahr erneut Künstler aus aller Herren Länder einzuladen, ist nicht genug Geld da.

Aber trotzdem wird der öffentliche Raum in Kürze um ein Kunstwerk reicher: Anfang September wird mitten im Ort eine Skulptur von Manfred Mangold enthüllt. Zu einem Besuch in der Werkstatt des 63-jährigen Bildhauers an der Neustraße hatte nun der Verkehrs- und Verschönerungsverein eingeladen.

23 Kunstwerke wurden bei drei Symposien geschaffen. 2007 kam die Pferde-Skulptur von Peter Rübsam hinzu. Das 25. Werk im öffentlichen Raum wird Manfred Mangold beisteuern: einen 3,75 Tonnen schweren Koloss aus griechischen Larissa-Marmor mit dem Titel „Ein kubistisches Für- und Miteinander“.

„Diese Skulptur soll durch ihre angedeutete Verzahnung das Mit- und Füreinander in einer dörflichen Gemeinschaft zum Ausdruck bringen. Die sich gegenläufig verschiebenden Ebenen stellen die Individualität der hier lebenden Menschen dar“, erklärt Mangold sein Werk.

Zusammen mit seinem Steinmetz- und Steinbildhauer-Gesellen Thorsten Stromberg (26) hat der 63-Jährige mehr als zwei Jahren an dem Projekt gearbeitet. Die Idee dafür entwickelte er vor etwa dreieinhalb Jahren.

Unter freiem Himmel wurde der Marmor-Block bearbeitet. Mangold: „Das hat logistische Gründe: Den schweren Marmor-Block bekamen wir nicht in die Werkstatt. Der Kran war zu groß, der Block zu schwer.“ Und das ist auch die Erklärung für die zweijährige Arbeitszeit. Mangold: „Wir wollten die Nachbarn möglichst wenig durch Lärm belästigen, konnten auch nicht bei jedem Wetter arbeiten.“ Nun ist das Werk weitgehend fertig.

Am künftigen Standort an der Wankumer Straße (vor der Kirche, gegenüber dem Jugendheim) wurde das Fundament bereits gegossen. In Kürze wird der Granitsockel aufgestellt und im August das Kunstwerk angeliefert. Dann muss der 3,75 Tonnen schwere Block um 45 Grad gekippt und mit 40 Zentimeter langen Edelstahl-Stiften fixiert werden. Für den 1. September um 18 Uhr ist die Enthüllung des Kunstwerks im Rahmen eines Festes geplant.