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Kreis Viersen: 60 neue Infektionen, ein neuer Todesfall

Kreis Viersen : Infektionen im Kreis: weiterer Todesfall, Inzidenzwert sinkt

Die Landkreise in NRW tauschen sich aus zum Thema Impfzentren.

. (sk) Der erste Impfstoff gegen das Corona-Virus soll bald kommen. Die Gesundheitsämter der nordrhein-westfälischen Kreise bereiten daher mit Hochdruck die Einrichtung und die Inbetriebnahme der Impfzentren vor. Viele Kreise haben bereits einen geeigneten Standort gefunden, im Kreis Viersen soll das ehemalige Dülkener Krankenhaus zum Impfzentrum umgebaut werden.

Die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Landkreistags NRW (LKT NRW) tauschten sich in einer Videokonferenz am Mittwoch über das weitere Vorgehen aus: „Die schnelle Einrichtung der Impfzentren ist eine logistische Herausforderung, aber wir kriegen das hin“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende und Leiter des Kreisgesundheitsamts Mettmann, Rudolf Lange.

Die Gesundheitsämter hätten sich schon im Vorfeld mit der Planung befasst und erste Weichen gestellt, aber die besonderen Anforderungen, die der Impfstoff mit sich bringe, und immer noch fehlende Detailinformationen, müssten bei der Organisation berücksichtigt werden: „Der fachliche Austausch und die Möglichkeit, voneinander zu lernen, sind ein äußerst wertvoller Beitrag, um die besten Lösungen zu finden“, sagte Lange.

Im Kreis Viersen wurden derweil am Mittwoch 60 neue Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Aktuell gelten damit 662 Personen im Kreis als infiziert. Ein 83-jähriger Mann aus Brüggen ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der neuen bestägten Fälle in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner ist von 138 auf 128 gesunken. In den sechs Krankenhäusern im Kreis Viersen werden aktuell 46 Menschen stationär behandelt, davon befinden sich neun auf Intensivstationen, fünf werden beatmet.

Corona-Fälle in Pflegeeinrichtungen: Im Lazarus Haus am Beyertzhof in Kempen wurden weitere drei Bewohner und ein Mitarbeiter positiv getestet, damit erhöht sich die Anzahl auf sieben. Im Notburgahaus in Viersen wurde ein Bewohner als infiziert gemeldet. Der Kreis weist darauf hin, dass die Angaben zur Anzahl positiver Bewohner keine Aussage darüber geben, ob diese sich im Krankenhaus oder in der Pflegeeinrichtung befinden. Bei den Angaben zu den Beschäftigten seien generell alle Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung erfasst, also sowohl Mitarbeiter in der Pflege, als auch Beschäftigte aus den Bereichen soziale Betreuung, Hauswirtschaft, Reinigung und Verwaltung. Es wird auch nicht angegeben, ob sie sich in der Einrichtungen befunden haben oder nicht, beispielsweise wegen Urlaub, Arbeitsunfähigkeit etc.

Neue Corona-Fälle an Schulen und Kitas: Je eine Person wurde positiv getestet an der Kita St. Cornelius in Viersen, der Kita St. Pusteblume in Niederkrüchten, am Clara-Schumann-Gymnasium in Viersen, am St.-Bernhard-Gymnasium in Willich und an der Pflegeschule VfA in Viersen.

Derzeit werden nur Kitas, Schulen und Einrichtungen gemeldet, wenn ein erhöhtes Risiko vorliegt, dass sich dort mehrere Personen infiziert haben könnten. Daher kann es vorkommen, dass einzelne Einrichtungen nicht genannt werden, wenn die zugehörigen positiv getesteten Personen die Einrichtung im infektiösen Zeitraum nicht besucht haben oder durch entsprechende Schutzmaßnahmen kein erhöhtes Infektionsrisiko für weitere Personen vorliegt.

Die aktuellen Fallzahlen: Brüggen 37, Grefrath 19, Kempen 73, Nettetal 102, Niederkrüchten 18, Schwalmtal 39, Tönisvorst 52, Viersen 231, Willich 91. 1301 Kontaktpersonen sind in Quarantäne.