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Zustimmung für Bau-Projekt an der Lobbericher Straße

Zustimmung für Bau-Projekt an der Lobbericher Straße

An der Lobbericher Straße in Grefrath sollen zwei Gebäude entstehen. Am Mittwochabend wurden die Pläne vorgestellt.

Grefrath. Grefrath soll schöner werden: Das Gelände der früheren Bau-Firma P. H. Schmitz und der ehemaligen Aral-Tankstelle an der Lobbericher Straße soll zwei Neubauten für seniorengerechte Wohnungen und eine Tagespflegestation weichen.

Zustimmung für Bau-Projekt an der Lobbericher Straße
Foto: Dr. Michael Räppel Bauamtsleiter

Die Pläne des Investors Hans-Wilhelm Janissen (Viersen) wurden am Mittwochabend bei einer Versammlung vorgestellt, zu der rund 40 Bürger ins Oedter Rathaus kamen. Darunter waren auch Interessenten, die in dem Neubau eine Wohnung kaufen wollen.

Zustimmung für Bau-Projekt an der Lobbericher Straße
Foto: Dr. Michael Räppel Bauamtsleiter

Geplant sind auf knapp 3500 Quadratmetern rund zwei Dutzend Eigentumswohnungen mit 28 Stellplätzen und eine Sozialstation mit zehn Tagespflegeplätzen der Diakonie, die von Oedt nach Grefrath umziehen will. „Pflegende Angehörige sollen mit dieser Tagespflegestation entlastet werden“, sagt Bernd Spangenberg, Leiter des evangelischen Altenzentrums in Oedt.

„Bis Ende 2015 soll das Vorhaben realisiert werden“, so Bauamtsleiter Michael Räppel und Investor Janissen übereinstimmend. Rund ein Jahr werde für die Umsetzung des Projekts benötigt, war die Auskunft von Architekt Christoph Arlt (Schwalmtal).

Das größere Gebäude mit 19 Wohnungen zwischen 40 und 125 Quadratmetern hat zwei Vollgeschosse und ein Stattelgeschoss. Das kleinere Gebäude soll vier bis fünf Wohnungen sowie die Sozialstation bekommen. Dieses Gebäude wird an der Ecke Lobbericher/Hinsbecker Straße entstehen, das zweite schließt sich in Richtung Süden an.

Die Anwesenden waren sich am Mittwochabend einig, dass dieser Bereich im direkten Anschluss an den Ortskern durch die Neubauten aufgewertet wird. Oskar Schulz sprach von einer „sehr attraktiven Bebauung an der Lobbericher Straße“. Davon kann derzeit wirklich nicht die Rede sein.

Nicht verstehen konnte Räppel den Einwand von Anwohner Klaus Klanten, der sich vom Neubau „erdrückt“ sah. Räppel: „Der alte Plan sah eine wesentlich höhere Bebauung vor. Straße und Bürgersteige sind rund zehn Meter von ihrem Haus entfernt und die Lobbericher Straße gehört zum Inneren Verkehrsring.

Räppel befürchtet durch den Neubau und die mögliche Sozialstation „kein erhöhtes Verkehrsaufkommen“. Räppel brachte es abschließend auf den Punkt: „Der heutige, geänderte Bebauungsplan GR 51 ist besser für die Anwohner als der alte.“