Zu starre Vorschriften

Den fairen Handel zu unterstützen, ist eine gute Sache. Damit tritt man zum Beispiel Kaffeebauern zur Seite, die von der Industrie ausgebeutet werden. Diese Unterstützung kann man den Menschen allerdings nicht vorschreiben.

Dies muss aus Überzeugung geschehen.

Zudem kann man Einzelhändlern und Cafébesitzern nicht vorschreiben, faire Produkte zu verkaufen. Auch das muss aus Überzeugung geschehen. Die Kriterien des Vereins, der das „Fairtrade“-Siegel vergibt, sind zu starr.

Noch ein Hinweis in eigener Sache, weil die örtlichen Medien mindestens vier Artikel pro Jahr zum Thema „Fairtrade“ publizieren sollen. Dieses Kriterium ist schier unfassbar. Schließlich gibt es noch viele andere (wohltätige) Dinge, über die eine Lokalzeitung berichten will. Diese Entscheidung sollte in den Redaktionen fallen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung