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Zeltlager im Freibad — und das Wetter spielt mit

Zeltlager im Freibad — und das Wetter spielt mit

Die Grefrather DLRG-Gruppe hatte 75 Kinder zu Gast. Volker Tobek hat nachgezählt: Es müsste das 20 Sommerlager gewesen sein.

Grefrath. „Das ist toll hier, immer eine gute Stimmung und ich fühle mich dabei immer total entspannt,“ sagt die elfjährige Lara, die gerade mal eine kleine Pause im Schatten macht, ehe es dann wieder ins kühlende Nass geht. Lara ist mit ihren Cousinen Anna und Lale, mit Bruder Tolga und Freundin Antonia gekommen, zum alljährlich durchgeführten Sommer-Zeltlager der Grefrather DLRG-Ortsgruppe.

In einer Ecke des weiträumigen Freibadgeländes war die kleine Zeltstadt für die mitmachenden etwa 75 Kinder aufgebaut. Neben dem Küchenzelt und den Planen für das Material waren es zehn Übernachtungszelte, in denen die Jungs und Mädels mit ihren Betreuern an zwei Nächten mehr oder weniger lange schliefen. Sogar zu später Stunde, als man am Lagerfeuer „Über den Wolken“, „Die Affen rasen durch den Wald“ oder „Wir lagen vor Madagaskar“ gesungen hatte, ging es für die Unentwegten noch ins Wasser des Grefrather Außenbades. Natürlich unter entsprechender Aufsicht, versteht sich.

Alles im Blick hatte Ortsgruppenleiter Thomas Türk. Er war der Leiter des Zeltlagers, spielte auch im Rund die Gitarre, begrüßte zwischendurch seine einjährige Enkelin Lotta, die mit ihrer Mutter gekommen war. Etwa zwei Dutzend Helfer und Helferinnen bereuten und kümmerten sich an den drei Tagen um die „Rasselbande“.

Gerade war Mittagszeit, hatte mal wieder Küchen-Chefin Annegret Berloznik mit ihrem Team Leckeres zubereitet. Es hatte Pizza gegeben, am Tag zuvor waren es Hot Dogs mit Fruchtspießen und gesunder Rohkost. Die Chef-Köchin gehört schon lange zum Helferstab, so wie Alfred Wolters, Beate Türk oder Ausbildungs-Leiterin Kathrin Groterath (30), die einst bei der DLRG ihr Seepferdchen machte und dann dort „hängen geblieben“ war. Außerdem ist schon lange nach einer Zwischen-Auszeit wegen der Erziehung ihrer Kinder Anette Vermaseren (53) dabei. Und, und, und. . .

„Es müsste jetzt hier im Freibadgelände Dorenburg unser 20. Sommerzeltlager sein“, glaubte Vorständler Volker Tobeck. Wegen der Renovierung des Bades musste das Zeltlager im Vorjahr leider ausfallen. „Einige Male hatte es in den Jahren zuvor viel Regen gegeben“, erinnerte sich Anette Vermaseren. Davon konnte jetzt keine Rede sein. Beste sommerliche Temperaturen, im und außerhalb des Wassers; frische und kalte Getränke aus dem Kühlwagen waren gefragt, neben viel Schatten. Es wurde gespielt, geschwommen, gewerkelt und gelacht.

Gerade waren Antonia und Hannah dabei, das mit einem Tuch abgedeckte Gesicht der achtjährigen Miriam mit etwas Gips zu bestreichen. Nach dem Trocknen und Anmalen war die Gips-Maske fertig. Andere vergnügten sich zu der Zeit im Wasser, bei Gesellschaftsspielen an Land oder beim Bau sogenannter „Schweden-Stühle“, leicht, einfach und handlich mitnehmbar. Mit dabei waren ferner einige behinderte Mitglieder der DLRG-Behinderten-Sportabteilung, so Lutz, Günther, Iris und Christina. Den Vieren gefiel das Treiben.

Gemeinsam mit nicht gehandicapten Schwimmern hatte die Behinderten-Sportgemeinschaft der DLRG Grefrath bei Staffelwettbewerben im Rahmen der Special Olympics National Games bemerkenswerte Erfolge erzielt. Wie zuletzt, vor einigen Wochen in Kiel, sechs Gold- sowie je zwei Silber- und Bronzemedaillen.

Jedenfalls war an dem Morgen, als das Zeltlager nach dem Frühstück wieder abgebaut werden musste, oft das „Schade, jetzt schon“ von Kindern zu hören.

2019 geht’s weiter. Am 23./24. November findet im Hallenbad zum 20. Mal das beliebte „24-Stunden-Schwimmen“ statt. Anmeldemöglichkeit: siehe Homepage der DLRG Grefrath. Im September steht ein Ausflug mit den Betreuern an. Die Grefrather Ortsgruppe hat derzeit 460 Mitglieder, davon sind wöchentlich nach Aussagen der Verantwortlichen zwischen 240 und 260 im Wasser.