Zeche: Die Entscheidung naht

Am Mittwoch kommen Vertreter des NRW-Bauministeriums nach Tönisberg. Danach folgt ein Gespräch im Rathaus — mit der Bürgerinitiative.

Kempen. Im Streit um den Denkmalschutz für die Tönisberger Zeche geht es in die entscheidende Phase. Wie das NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) am Donnerstag auf WZ-Anfrage bestätigte, gibt es in der nächsten Woche einen Vor-Ort-Termin in Tönisberg.

Genauer gesagt wird es nach Angaben des Ministeriumssprechers Maik Grimmeck drei Termine an einem Tag geben: Vertreter des Ministeriums und der Stadt Kempen werden sich am Mittwoch, 3. Dezember, die Zechengebäude ansehen, für die ein Denkmalschutz infrage kommt. Nach dem Treffen in Tönisberg setzen sich die Beteiligten im Kempener Rathaus an einen Tisch.

Nach diesem Gespräch wird ein weiterer Gast hinzustoßen: Peter Kunz wird sich als Vertreter der Initiative „Rettet den Zechenturm“ mit den Behördenvertretern zusammensetzen. „Ich habe eine Einladung bekommen, um unsere Position darzulegen“, sagte Kunz zur WZ. „Über diese Offenheit freue ich mich sehr.“ In der Vergangenheit war vor allem die Stadt Kempen für ihre Vorgehensweise kritisiert worden, die meisten Entscheidungen hinter verschlossenen Türen zu treffen.

Peter Kunz, Initiative „Rettet den Zechenturm“

Peter Kunz wertet die Einladung zum Treffen im Rathaus als Erfolg. „Unsere Interessen und unsere Meinung werden nun endlich wahrgenommen“, so Kunz.

Ob es noch in diesem Jahr eine Entscheidung zum Denkmalschutz seitens des Ministeriums geben wird, ist offen. „Zur zeitlichen Abfolge können wir zunächst gar keine Angaben machen“, sagte Maik Grimmeck am Donnerstag. Beim Vor-Ort-Termin gehe es nur um eine Erörterung der Problematik.

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