X-Mas-Rock: Mit Tinnitus in die Feiertage

X-Mas-Rock: Mit Tinnitus in die Feiertage

Im Campus ließen es zehn Kempener Bands musikalisch krachen.

Kempen. „Hey, Du auch hier?“ — Der „X-Mas-Rock“ ist eine der Gelegenheiten, bei denen sich alte Bekannte nach langer Zeit wiedersehen und gemeinsam feiern. So war es auch am Wochenende bei der zweitägigen Musikveranstaltung im Campus am Spülwall.

Während die Älteren in Erinnerungen schwelgen oder mit ihrer mittlerweile bekannten Band auf der Bühne stehen, probieren sich die Jüngeren aus, himmeln den Frontsänger an oder greifen erstmals beherzt vor Publikum in die Saiten.

Diesmal kam vor allem der musikalische Nachwuchs auf seine Kosten: acht von zehn Bands feierten Premiere bei „X-Mas-Rock“. Dabei startete der Freitag mit alten Kempener Bekannten: „Stinky Jonny“ lieferte Metal und Hardcore ab, gepaart mit Elektroelementen. Auch die drei weiteren Bands des Abends mochten es ebenfalls laut und hart — da war gut beraten, wer Ohrstöpsel mitgebracht hatte.

Samstagabend, „X-Mas-Rock 2012“, die Zweite: Der Tinnitus hatte sich gelegt, die verbleibenden Bands mochten es ruhiger. Wobei „Late than never“ sein Publikum erst mal mit Metalvore und Breakdown-Passagen bediente und den Saal auf Betriebstemperatur brachte.

Am Niederrhein nicht unbekannt ist die Formation „Nestegg“, die mit hausgemachter Rockmusik überzeugte. Die tanzbarste Band des Abends war „Skapanska“ — ein Name, zwei Stile. Tatsächlich brachte der Ska-Punk-Mix ordentlich Bewegung in die Beine aller Feierwilligen.

Da um Mitternacht im Campus Nachtruhe herrscht, gibt’s zur Geisterstunde den „Acoustic-Midnight-Act“, diesmal in Form von „Hang your head in hope“. Das Akustik-Gitarrenduo lieferte einen würdigen Abschluss und entließ festlich gestimmt in den dritten Advent. kr

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