Unterwegs im Kreis Viersen Wie Grefraths Wirtschaftswege saniert werden können

Grefrath · Die Bezirksregierung stellt Fördermittel in Aussicht. Die Politik beriet über zwei Varianten, ein notwendiges Konzept für die Wirtschaftswege zu erstellen. Die Kosten spielten dabei eine zentrale Rolle.

 Wirtschaftswege sind nicht nur für Landwirtschaft und Anlieger wichtig, sondern beispielsweise auch für Radler (Symbolbild).

Wirtschaftswege sind nicht nur für Landwirtschaft und Anlieger wichtig, sondern beispielsweise auch für Radler (Symbolbild).

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Wirtschaftswege sind für die Landwirtschaft und für Anlieger im ländlichen Raum unentbehrlich, für die Radtouristik bieten die Wege die Möglichkeit der Freizeitgestaltung fernab vom motorisierten Verkehr. Die Wege müssen allerdings in Schuss gehalten werden.

Zusammen 127 Kilometer lang sind Grefraths Wirtschaftswege

Die Bezirksregierung Düsseldorf stellt für die Sanierung und Instandhaltung Fördermittel in Aussicht. Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Grefrath stimmte nun dafür, von einem Ingenieurbüro ein Konzept für die Wirtschaftswege erstellen zu lassen. Das Konzept ist Voraussetzung für eine mögliche Förderung.

Dabei standen zwei Varianten zur Auswahl. Einstimmig abgelehnt wurde die Variante, dass die Gemeinde Grefrath auf eigene Kosten ein Büro zur Konzepterstellung beauftragt. Verbunden mit dieser Variante sei eine zügige Bearbeitung des Konzeptes und deshalb auch die schnellere Beantragung der Fördermittel. Einstimmig angenommen dagegen wurde die Variante, selbst die Erstellung des Konzeptes mit Fördermitteln zu finanzieren. Dann übernehme die Bezirksregierung quasi die Regie über das Vergabeverfahren. Grefraths Kämmerer Andre Middelberg betonte, dass mit dieser Variante der Kostenanteil für die Gemeinde deutlich sinke. Außerdem sei aufgrund der derzeit schwierigen Haushaltslage nicht absehbar, wann Grefrath die Mittel für eine selbst beauftragte Konzepterstellung aufwenden könne.

127 Kilometer – so lang sind in der Summe alle Wirtschaftswege auf Grefrather Gemeindegebiet. Davon seien 77 Kilometer so genannte Hauptwirtschaftswege, die restlichen 50 Kilometer „normale“ Wege, wie die Gemeindeverwaltung ausführte. Der Zustand der Wege sei unterschiedlich zu bewerten. Neben guten Abschnitten müssten auch Schäden notiert werden. Eine Sanierung sei geboten. Um Fördermittel zu erhalten, muss ein Wirtschaftswegenetz-Konzept erarbeitet werden – quasi eine Dokumentation der Wirtschaftswege. Dabei sollen örtliche Anlieger, Landwirte und weitere Nutzergruppen bei der Erstellung des Konzeptes mitwirken.

(ure)
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