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Wegen der Trockenheit ist zu wenig Wasser im Weiher

Niedrigwasser in Kempen : Fischsterben im Entenweiher

In dem Gewässer, An Peschbenden, gibt es massive Probleme. Das Leben weiterer Fische ist in Gefahr.

Der Dürre-Sommer und die weiterhin anhaltende Trockenheit in diesem Herbst hat massive Auswirkungen – auch in Kempen. Der Entenweiher, An Peschbenden, führt derzeit viel zu wenig Wasser. Mit dem Ergebnis, dass bereits Fische gestorben sind. Zudem ist das Leben weiterer Fische in Gefahr.

„Beim Entenweiher handelt es sich um ein Gewässer, das ausschließlich mit Regenwasser gefüllt wird“, sagt Stadtsprecher Christoph Dellmans auf Anfrage der WZ. Der Weiher fungiere als Regenrückhaltebecken. Wenn aber über Monate so gut wie kein Regen fällt, führe der Weiher auch deutlich weniger Wasser.

Der Pressesprecher bestätigt, dass in den vergangenen Tagen einige Fische verendet sind. Um das Leben der anderen Tiere im Teich zu retten, habe die Stadt Kempen nun Kontakt zu einem Angelverein aufgenommen. Es sei am Freitag vereinbart worden, dass die Fische in den nächsten Tagen in andere Gewässer umgesiedelt werden. Da es sich bei den Vereinsvertretern um Ehrenamtler handelt, könne diese Aktion nicht von jetzt auf gleich umgesetzt werden.

Um schon einmal kurzfristig ein wenig Hilfe zu gewährleisten, hat das Tiefbauamt am Freitagmorgen einen Wasserschlauch in den Weiher gelegt. Über ein Standrohr eines Hydranten laufe nun ein wenig Wasser in den Weiher. Mehr könne die Stadtverwaltung derzeit nicht tun, so Dellmans.

Auch die Feuerwehr ist nach Angaben des Stadtsprechers keine Hilfsoption. Eine entsprechende Aktion sei für eine Freiwillige Feuerwehr mit einem zu großen Personalaufwand verbunden. Feuerwehrsprecher Johannes Dicks bestätigt dies auf Anfrage der WZ: „Es ist nicht möglich, dass Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass sie nun gehen müssen, um einen Entenweiher mit Wasser aufzufüllen.“

Einsätze von freiwilligen Kräften seien nur zu rechtfertigen, wenn Gefahr in Verzug ist, sagt der Feuerwehrsprecher. Mit Blick auf den Weiher könne die Feuerwehr zwar die technische Ausrüstung zur Verfügung stellen. Diese müsste jedoch von entsprechendem Personal betrieben und beaufsichtigt werden.

Im Zusammenhang mit den sommerlichen Einsätzen zur Bewässerung des Kempener Baumbestandes betonen beide Behördensprecher, dass dies nur unter massivem Aufbau von Überstunden bewerkstelligt werden konnte. „Durch die vielen Einsätze sind wir ohnehin an der Belastungsgrenze“, ergänzt Dicks für die Feuerwehr.

Das ausgetrocknete Bild, das sich derzeit An Peschbenden bietet, ist nach Angaben von Christoph Dellmans, so noch nicht vorgekommen. „So ein Problem hatten wir in diesem Bereich noch nie“, sagt der Pressesprecher.