Ferienbetreuung : Was tun in den Ferien?

Bald sind Sommerferien. Viele Familien, die bereits in den vergangenen Wochen Corona-bedingt ihre Kinder zu Hause betreuen mussten, machen sich nun Gedanken, welche Ferienangebote es gibt.

Der Ferienspaß der Stadt Kempen ist für Kurzentschlossene keine Option mehr. Rund 200 Kinder haben sich angemeldet und werden nun in Gruppen von maximal zehn Kindern betreut. „Eine Nachmeldung für die Ferienbetreuung ist weiterhin aufgrund der aktuellen Verordnungen nicht möglich“, heißt es von der Stadt.

Betreut wird – statt wie bisher auf der Sportanlage Berliner Allee – nun in der Regenbogenschule und in der Grundschule St. Hubert. Mittagessen gibt es in den Gruppenräumen. Eine Vermischung der Gruppen wird vermieden, heißt es vonseiten der Stadt. Die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen sorgten aber dafür, dass sich die Kinder innerhalb einer Gruppe freier bewegen können. Es gibt kein Abstandsgebot mehr und keine Maskenpflicht, was die Arbeit vor Ort erleichtert und angenehmer für die Kinder sein wird, so die Stadt. Dennoch gelten strenge Hygienevorschriften, wie Desinfizieren von Händen, Oberflächen und Spielgeräten.

Rund um das Thema „Unser Planet – Erde“ gibt es verschiedene Kreativ- und Bastelangebote sowie Bewegung. Verkehrserziehung mit dem Fahrrad wird für die Dritt- und Viertklässler angeboten, da diese in Kempen aufgrund der aktuellen Ereignisse keine Fahrradprüfung ablegen konnten.

Die Ferienbetreuung der Gemeinde Grefrath findet in diesem Jahr Corona-bedingt nur in den letzten drei Ferienwochen, also vom 20. Juli bis 7. August, statt. Die Zahl der Kinder musste auf 15 pro Woche begrenzt werden. Es sind noch Plätze vorhanden. Da keine Ausflüge angeboten werden können, reduziert sich der Beitrag auf 25 Euro pro Woche und Kind.

Tennis- und Fußball-Camps
finden statt

Neben den kommunalen gibt es kommerzielle und Vereins-Ferienangebote. Einiges fällt aus. So hat zum Beispiel Borussia Mönchengladbach alle Angebote der Fohlen-Fußballschule bis einschließlich 31. August abgesagt.

Apropos Fußball: Die Sommer-Camps der Fußballschule Grenzland finden statt. Die Nachfrage sei sehr groß, sagt Robert Pinior, Inhaber des Willicher Veranstalters RP Sportmanagement. Täglich gingen mehr Anmeldungen ein als sonst in diesen Wochen. Das liege auch daran, dass viele Familien nun später anmelden, aber die Nachfrage sei auch höher. „Wenn das so weitergeht, stoßen wir bei einigen Camps an Grenzen“, so Robert Pinior.

Alle Hygienevorgaben des Landes und des Fußballverbandes würden eingehalten. So gibt es, wenn notwendig, kleinere Gruppen, in denen auch gemeinsam gegessen wird. Man ist an der frischen Luft. Die Kinder kommen umgezogen und nutzen die Kabinen nur im Notfall. Daher habe er auch keine Bauchschmerzen die Camps durchzuführen, sagt Pinior. Nur vereinzelt gebe es mal Nachfragen von Eltern dazu. Man habe auch angeboten, bei Zweifeln und daraus resultierenden Absagen den Beitrag zu erstatten. „Wir kommunizieren alles offensiv“, so Robert Pinior. „Wir handeln verantwortungsbewusst. Wir wollen in der Region auch weiterhin eine Marke bleiben.“

Die Fußball-Camps finden in den Sommerferien unter anderem in Aldekerk (29. Juni bis 2. Juli), Willich (6. bis 9. Juli) und Grefrath (13. bis 16. Juli) statt. Die Vier-Tage-Camps kosten 109 Euro. Noch kann man sich für alle Camps anmelden unter fussballschule-grenzland.de.

Auch Kempener Tennis-Clubs machen auf ihren Vereinsgeländen Angebote. Beim Tennis-Club Rot-Weiß werden die Ferienangebote für die Mitglieder stattfinden und der Vorsitzende Heinz Börsch ist sicher, dass diese auch gut angenommen werden. Seit dort wieder Tennis gespielt werden kann, sei die Anlage an Peschbenden „voll wie noch nie“. Aus der Not sei eine Tugend geworden. Für die bessere Planbarkeit habe man nun von der guten alten Tafel auf eine Online-Platzreservierung umgestellt. Darum seien die Plätze zurzeit ausgelastet wie noch nie. „Die Anlage ist permanent voll“, freut sich Heinz Börsch.

Bei der Casino Tennis Gesellschaft gibt es normalerweise zwei Camps in den Sommerferien. Das erste sei mangels Nachfrage abgesagt. Bei den Familien sei nun der Bedarf nach Urlaub groß, hat der Vorsitzende Hans-Gerd Schoofs festgestellt. Man arbeite mit kleineren Gruppen, daher können maximal 25 Kinder teilnehmen. Hauptsächlich Mitglieder würden das Angebot nutzen. Noch sind für das Camp in der letzten Ferienwoche Plätze frei. Man kann sich beim Verein noch melden. Kontakt über die Homepage:

ctg-kempen.de