Völlig zerstört: Polizei vermutet Brandstiftung in Kempener Sporthotel

Großbrand in Kempen : Völlig zerstört - Polizei vermutet Brandstiftung in Kempener Sporthotel

Der verheerende Brand im Sporthotel in Kempen ist mittlerweile zwei Wochen her. Die Ermittlungen sind noch immer nicht abgeschlossen, doch es gibt erste Hinweise auf die Ursache.

Auch mehr als 14 Tage nach dem verheerenden Brand im Kempener Sporthotel dauern die Ermittlungen der Polizei weiter an. Auf Anfrage der WZ sagte eine Sprecherin der Polizei, dass es noch kein offizielles Ergebnis des Brandgutachtens gebe. Somit gebe es keinen neuen Ermittlungsstand, hieß es am Montagnachmittag.

Nach Informationen der WZ aus Kreisen der Polizei gilt Brandstiftung als Ursache als wahrscheinlich. Bereits wenige Tage nach dem Großfeuer hatte die Polizei gegenüber der Presse bestätigt, dass es mehrere Brandherde gebe. Gesicherte Informationen sollen nun die weiteren Ermittlungen ergeben.

Besonders brisant ist die Suche nach der Brandursache deshalb, weil der Hotelkomplex am Schmeddersweg keine Zukunft mehr hat. Immobilieninhaber Murat Alinok hatte jüngst noch einmal bestätigt, für das Hotel keine Verwendung mehr zu haben. Nach eigenen Angaben plant er in den nächsten Jahren eine Wohnbebauung auf dem Areal im Kempener Westen. Dort, wo die Stadt ohnehin ein neues Wohngebiet entwickelt.

Das Feuer war in der Nacht zum 28. April in der ehemaligen Discothek des leerstehenden Gebäudes ausgebrochen. Die Disco wurde völlig zerstört. Schaden hat auch die Tennishalle genommen. Unklar ist weiterhin, ob die beiden Vereine Rot-Weiß und Casino die Plätze in der kommenden Wintersaison wieder nutzen können. Die Wohnungen, die ebenfalls zum Komplex gehören, konnten einige Tage nicht bewohnt werden. Weil Strom- und Fernwärmezufuhr unterbrochen waren, mussten 16 Menschen vorübergehend woanders untergebracht werden. Der Hotel-Bereich, der seit Dezember 2017 leersteht, wurde beim Brand nicht beschädigt.

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