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Viele Besucher beim Schützenfest in Grefrath-Mülhausen

St.-Heinrich- und St.-Vitus-Bruderschaft : Schützenfest in Mülhausen zieht viele Besucher an

Das Schützenfest geht am Mittwoch zu Ende. Dann wird traditionell das Kirmesmännchen verbrannt.

(Red) Bei strahlendem Sonnenschein hat die St.-Heinrich- und St.-Viitus-Schützenbruderschaft Mülhausen am Wochenende die ersten Tage ihres Schützenfestes gefeiert. Das traditionelle Heimat- und Schützenfest, das Corona-bedingt zweimal verschoben werden musste, startete am Freitag mit dem traditionellen Prunkbaumsetzen. Pünktlich um 16 Uhr gab General Heinz Dammer das Zeichen zum Abmarsch. Begleitet vom Trommlercorps Einigkeit Vinkrath und dem Musikverein Oedt wurden 20 Prunkbäume bei den Mitgliedern des Offizierskorps gesetzt.

Nach den Stationen bei vielen Offizieren und den aufwendig geschmückten Residenzen der Minister Daniel Heller und Michael Lennertz wurde als Höhepunkt der Prunkbaum beim König Manfred Wolfers jun. und seiner Frau Katrin Lichtenstein gesetzt. Zehn Meter hoch und mit drei gelb bebänderten Kränzen geschmückt überragt er nun die Königsburg an der Hauptstraße in Mülhausen. Über dem Burgeingang prangt eine aus 8000 gelben Röschen von der Nachbarschaft gefertigte beleuchtete Krone.

Der Samstag begann am Nachmittag mit einer feierlichen Schützenmesse in der Kirche St. Heinrich. Anschließend erfolgte die Kranzniederlegung am Hochkreuz auf dem Friedhof zum Gedenken an die Verstorbenen der Bruderschaft. Traditioneller Höhepunkt war danach die Serenade mit Großem Zapfenstreich im Klosterpark, wo die Besucher den Klängen des Trommlercorps Einigkeit Vinkrath und des Musikvereins Oedt lauschten. Im Anschluss hatte die Bruderschaft zur Schützensause im Festzelt an der Marienschule geladen, wo die Band Saturn für Stimmung bis weit nach Mitternacht sorgte.

Ehrenplaketten wurden für langjährige Mitglieder verliehen

Der Sonntag begann mit dem Frühschoppen im Festzelt, bei dem traditionell Schützenschwestern und -brüder für langjährige Mitgliedschaft geehrt werden sowie besondere Verdienste gewürdigt werden. Brudermeister Heinz Erkens betonte bei seiner Begrüßungsrede die starke Gemeinschaft der Bruderschaft, die sich besonders in der Pandemie-Zeit gezeigt habe. König Manfred Wolfers jun. dankte allen, die zum Erfolg des Schützenfestes beitrugen, und lobte besonders das Engagement der Straßengemeinschaften. Trotz der Freude, nach langer Pause wieder feiern zu können, werde man aber nicht das Leid der Menschen in der Ukraine vergessen, die täglich für Freiheit und Demokratie kämpfen, so Wolfers jun.

Schriftführer Wolfgang Kerst moderierte die Verleihung der Ehrenplaketten für langjährige Mitgliedschaft. Bezirksbundesmeister Ulrich Loyen und Brudermeister Heinz Erkens überreichten sechs Plaketten für 25-jährige Mitgliedschaft, sieben für 40 Jahre und neun für 50 Jahre Treue. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde der 93-jährige Ernst Seifert geehrt. Ein besonderer Applaus ging an den 87-jährigen Heinz Giefers für 70 Jahre Mitgliedschaft. Die Vergabe der Orden des Bundes der historischen Schützen übernahm Bezirksbundesmeister Ulrich Loyen. Den silbernen Verdienstorden erhielten Wolfgang Kerst, Christoph Klingenberg, Eric Lang, Frank Lennackers und Michael Lennertz. Der Hohe Bruderschaftsorden wurde an Jürgen Brehmer, Hans Tilmans und Frank Volgmann verliehen.

Höhepunkt des Tages war der Festumzug: Mehr als 600 Zugteilnehmer aus 13 Bruderschaften und sechs Musikgruppen zogen bei herrlichem Königswetter durch die geschmückten Straßen von Mülhausen. Alle eingeladenen Königshäuser und die Ehrengäste wurden zu Beginn von der Königsresidenz in den Festumzug eingespielt. Auffällig war der große Applaus für die prächtigen Kleider von Königin Katrin Lichtenstein und den Ministerinnen Silke Heller und Susanne Lennertz. Zahlreiche Besucher waren zu Gast in Mülhausen, sodass Feuerwehr und Polizei den Ortskern für nahezu eine Stunde gesperrt hatten. Den Abschluss bildete die Parade auf der Hauptstraße. Diese wurde vom früheren Bürgermeister Manfred Lommetz in bekannt lockerer Art moderiert. Danach genossen viele Zugteilnehmer noch eine Erfrischung im Festzelt.

Den Abschluss des Schützenfestes bildet am Mittwoch, 19 Uhr, die traditionelle Verbrennung des „Kirmesmännchens“ auf dem Festplatz an der Marienschule. Es folgt der Dorfabend, zu dem die Bruderschaft die Bevölkerung zum Abschluss des großen Schützenfests einlädt. Der Eintritt ist frei.

(RP)