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Grefrath: Vergiftung: Verletzte nach Aachen geflogen

Grefrath : Vergiftung: Verletzte nach Aachen geflogen

Dohlennest verstopfte Kamin eines Hauses.

Oedt. Christoph 26, der Hubschrauber der ADAC-Luftrettung, war einer von drei Helikoptern, die am Samstag auf dem Flugplatz Grefrath landen mussten, um Menschenleben zu retten. Notärzte und Rettungskräfte flogen vier Familienmitglieder aus Oedt mit Verdacht auf CO-Vergiftung in eine Spezialklinik nach Aachen. Die Verletzten hatten in ihrem Einfamilienreihenhaus an der Drosselstraße giftiges Kohlenmonoxid eingeatmet. Die gute Nachricht: Sie sind mittlerweile außer Lebensgefahr.

Schon Freitagsabend hatten sie über Unwohlsein und Kopfschmerzen geklagt. Samstagmorgen hatte die zwölfjährige Tochter dann gegen 9.30 Uhr ihre Großmutter (72) und ihren Vater (31) bewusstlos aufgefunden. Bei der vierten Verletzten handelt es sich um eine 41-jährige Mitbewohnerin. Der Sohn der Familie war zu dem Zeitpunkt in der Schule in Krefeld. Er wurde laut Feuerwehr ebenfalls mit Verdacht auf CO-Vergiftung ins Helios-Klinikum eingeliefert, später mit dem Hubschrauber zur Aachener Druckkammer geflogen.

Die Feuerwehr war mit Kräften aus Oedt, Grefrath und Kempen im Einsatz. In dem Haus wurde eine sehr hohe Konzentration des giftigen Gases Kohlenmonoxid gemessen. Ein Schornsteinfeger stellte laut Polizei fest, dass sich „im Schornstein der betriebenen Gastherme ein dicht schließendes Vogelnest befand, das den Abzug der Heizungs-Abgase verhinderte“. Dohlen hatten es gebaut. Im Kamin war kein Schutzgitter angebracht.