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Vereinsvorsitzender Wefers: „Im Boxclub hat alles seine Richtigkeit“

Vereinsvorsitzender Wefers: „Im Boxclub hat alles seine Richtigkeit“

Der Vorsitzende sieht den Verein geordnet aufgestellt. Zur Wahl tritt er nicht mehr an.

Kempen. „Im Boxclub Kempen hat alles seine Richtigkeit.“ Das erklärte Vorsitzender Karl-Josef Wefers am Freitag auf Anfrage der WZ.

Dies werde er den Mitgliedern bei der Versammlung am 31. August um 11.30 Uhr in den Räumen des Vereins an der Otto-Schott-Straße 10 erläutern. Warum „einige Mitglieder“ so eine Unruhe in den Verein bringen, kann sich Wefers nicht erklären.

Von Peter Gorgon und Heinz Schmidt fühlt Wefers sich diffamiert: „Das Verhalten der beiden ist vereinsschädigend. Deshalb werden sie aus dem Verein ausgeschlossen.“

In Kürze werde ihnen das per Einschreiben mitgeteilt. Wegen der von Gorgon und Schmidt aufgebrachten Unruhe hätten sich bereits 22 Mitglieder abgemeldet. Derzeit hat der Verein laut Wefers etwa 160 Mitglieder.

Der Vorsitzende fühlt sich auch durch das Amtsgericht Krefeld in seiner Arbeit bestätigt. Schließlich sei ein Minderheits-Begehren, das Peter Gorgon angestrengt hat, gescheitert. „Ich wollte mit einer Unterschriftenaktion erreichen, dass es eine Mitgliederversammlung gibt“, so Gorgon.

Für so ein Minderheits-Begehren, das laut deutschem Vereinsrecht möglich ist, hätte ein Drittel der Mitglieder unterschreiben müssen. Nach eigenen Angaben hat Gorgon im Frühjahr 2013 etwa 50 Unterschriften gesammelt. Zum damaligen Zeitpunkt hatte der Verein 188 Mitglieder (gestrige Angabe von Wefers gegenüber der WZ). „Das Begehren ist gescheitert und wurde von der Rechtspflegerin abgelehnt“, so Wefers.

Den Vorwurf der fehlenden Versammlungen lässt Wefers nicht gelten. Er sagt, dass laut Satzung alle zwei Jahre eine Mitgliederversammlung stattfinden muss. Dies sei mit dem Termin am 26. August 2011 (siehe Artikel oben) und der bevorstehenden Sitzung am 31. August 2013 erfüllt. Über Versammlungen zwischen 2008 und 2011 liegen der WZ keine Unterlagen vor.

Von fehlenden Kassenprüfungen kann laut Wefers auch keine Rede sein. In einem offenen Brief an die Mitglieder, der der Einladung zur Versammlung beigefügt ist, erklärt der Vorsitzende, „dass die Führung des Kassenbuches und des Bankkontos von einem Steuerberater überwacht wird und korrekt geführt wird“. Dies werde er den Mitgliedern bei der Versammlung erläutern. Auf der Tagesordnung, die der WZ vorliegt, wird der Begriff „Kassenprüfung“ jedoch nicht erwähnt.

Abschließend erklärt Wefers, dass er am 31. August nicht mehr als Vorsitzender antreten wird: „Ich stelle mich nicht mehr zur Wahl.“ Als Kandidat habe sich inzwischen Felix Micheel bereiterklärt. Sollte er gewählt werden, will Wefers ihm den Verein „geordnet übergeben“.