Urlaubsflair auf dem Markt

Die Premiere des Feierabendmarkts in der Altstadt war ein voller Erfolg. Hunderte Besucher kamen, kauften ein und genossen Wein, Antipasti und Co.

Kempen. Schlange stehen am Gemüsestand — das sind Besucher des Kempener Wochenmarktes in der Regel nicht gewohnt. Bei der Premiere des Feierabendmarktes am Mittwoch in der Altstadt gab es aber eben jene Schlangen an mehreren Ständen.

Urlaubsflair auf dem Markt

Kurzum: Das Experiment ist gelungen, die Premiere geglückt. Hunderte Besucher schlenderten ab 17 Uhr über den Buttermarkt, kauften an den Ständen ein und genossen Wein, Antipasti und Co. im Herzen der Altstadt. „Das macht mich total glücklich. Die Sonne scheint, der Markt ist voll und die Leute kaufen auch tatsächlich ein“, sagte Einzelhändlerin und Werbering-Vorstandsmitglied Silke Zander mit Blick auf Warteschlangen und volle Tüten der Kunden.

„Herrlich“, freut sich auch der stellvertretende Bürgermeister Otto Birkmann beim ersten Blick über den schon kurz nach dem offiziellen Start mit Menschen gut gefüllten Markt.

Auffällig war, dass offenbar viele Gäste von außerhalb den Weg nach Kempen angetreten hatten. Grefrather, Willicher, Tönisvorster und Viersener outeten sich bei einer kurzen WZ-Umfrage einmal mehr als Kempen-Fans. „Einfach eine tolle Idee. So etwas gibt es in der Umgebung in keiner anderen Stadt“, sagte eine Viersenerin.

„Ich finde es richtig schön, wenn man auch als Berufstätiger mal die Möglichkeit hat, auf dem Markt einzukaufen“, sagte Michael Küsters, der aus Vinkrath auf den Kempener Marktplatz gekommen war und eingekauft hatte. Und er fügte hin: „Ich hoffe, dass sich der Markt hält.“

Ein bisschen wie im Urlaub fühlten sich die Kempenerinnen Daniela Rácz und Necmiye Icer, die bei einem Antipastiteller und einem Glas Wein die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen. Während die Kinder spielten, konnten sie die Stimmung fast wie auf Märkten in Italien oder Spanien genießen. Sie finden die Idee Feierabendmarkt richtig gut. „Sonst kommt man ja nicht zum Markt, wenn man arbeiten muss“, sagte Daniela Rácz. Die beiden Kempenerinnen wollen auf jeden Fall gerne wiederkommen.

„Super“ war auch die Stimmung bei Barbara Vaders, die ihren Blumen-Stand nahe dem Georgsbrunnen aufgebaut hatte. Die Wachtendonkerin freute sich, im schönen Kempen dabei sein zu können. „Ich hatte gerade aufgebaut, da kamen schon die ersten Kunden“, sagte sie. „Die Musik spielt im Hintergrund, es sind viele Leute da“, freut sie sich über den schönen Abend. Besonders die Tulpen, deren Saison nun bald zu Ende geht, wurden von den Kunden gerne mitgenommen.

Bei den bunten Frühlingsboten griff auch die Kempenerin Helga Schröder gerne zu. Sie war zum Feierabendmarkt gekommen, um sich die Premiere einmal anzusehen und war begeistert. „Das Sortiment ist schon gut.“

Für die schöne Musik im Hintergrund sorgte übrigens Rasmus Schumacher, der mit seiner Gitarre entspannte Pop-Musik zum Besten gab. Den Kölner Straßenmusiker hat Stadtsprecher Christoph Dellmans einmal entdeckt und bucht seitdem immer mal wieder gerne für Kempener Events.

Dellmans zeigte sich durchaus zufrieden mit Blick über den Markt: „Alle 13 angemeldeten Beschicker sind gekommen und viele davon werden auch in den nächsten Monaten bei den Feierabendmärkten dabei sein und ihre Waren anbieten.“