Tag der Architektur: Das Zauberwort ist „Energie“

Tag der Architektur: Das Zauberwort ist „Energie“

Beim Tag der Architektur werden neue, energiesparende Gebäude vorgestellt, darunter Bauten in Nettetal und Kempen.

Kempen/Nettetal. Der 23. und 24. Juni stehen ganz im Zeichen der Baukunst: Dann werden zum Tag der Architektur in ganz Nordrhein-Westfalen 451 neue und erneuerte Bauwerke, Quartiere, Gärten und Parks für Besucher geöffnet, darunter private Wohnhäuser, Schulen, Büro- und Wirtschaftsbauten — und auch ein Gebäude in Kempen und eines in Nettetal.

„Wir möchten neue und erneuerte Bauwerke vorstellen, Anregungen geben und zum zwanglosen Gespräch einladen“, sagt Hartmut Miksch, Präsident der Architektenkammer NRW. Das Zauberwort lautet dabei „Energie“, denn es gilt, den Wohnungsbestand energetisch zu optimieren und bei Neubauten einen möglichst geringen Energiebedarf zu ermöglichen. Aber auch eine spannende Optik spielt selbstverständlich eine Rolle.

In Kempen kann man den Erweiterungsbau der Werkshalle II der Firma SEW (Systemtechnik für Energierecycling und Wärmeflussbegrenzung) am Industriering Ost besichtigen. Als Spezialist für Energie-Wiederverwendung hat das Unternehmen in der Halle ein modernes Wärme-/Kälterückgewinnungssystem installiert. Für das Beheizen der Halle mit einer Nutzfläche von 1700 Quadratmetern werden so lediglich 35 Kilowatt Strom benötigt.

Entworfen wurde der Bau vom Kempener Architekten Martin R. Pastor, der die Besucher am Samstag auch durch das Gebäude führen und die Bauweise erläutern wird. Die Halle besteht aus eine Stahlkonstruktion mit Porenbetonwänden und Trapezblechdach.

Die neue Mensa des Werner-Jaeger-Gymnasiums in Lobberich bildet den Eingangsbereich zum Schulkomplex an der Werner-Jaeger-Straße. Im Februar 2011 wurde das Gebäude in Betrieb genommen. Das Bauwerk mit dem schrägen Pultdach öffnet sich nach Osten hin mit einer Glasfassade.

Besonders sind die schalldichten Räume für den Musikunterricht und der Instrumentenraum im Untergeschoss der Mensa: Dort wirkt sich die Musik nun nicht mehr störend auf den Unterricht im Hauptgebäude aus.

Zudem muss das große Schulgebäude nicht mehr außerhalb der Unterrichtsszeiten für Musikschulen beheizt und beleuchtet werden, was Kosten und Energie spart. Auch in Nettetal waren lokale Architekten am Werk: das Architektenbüro Ketels aus Lobberich.

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