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Stadtwerke-Aufsichtsräte bekommen mehr Geld

Stadtwerke-Aufsichtsräte bekommen mehr Geld

Die Bezüge der Vertreter aus den einzelnen Fraktionen sind erhöht worden — erstmals seit 2001.

Kempen. Die Bezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrates der Stadtwerke werden erhöht. Bürgermeister Volker Rübo, der gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrates ist, bestätigte das am Mittwoch auf Anfrage. Nach Informationen der WZ stimmte der Stadtrat der Erhöhung in nicht-öffentlicher Sitzung zu. Der Beschluss ist einstimmig gefallen. Aus Kreisen von Politik und Verwaltung ist allerdings zu hören, dass es im Vorfeld kontroverse Diskussionen darüber gab.

Beschlossen wurde, dass die neun einfachen Mitglieder des Aufsichtsrates aus den politischen Fraktionen künftig 150 Euro pro Sitzung bekommen. Bislang waren es 120 Euro. Aufsichtsratschef Rübo (CDU) bekommt ab sofort 300 statt 240 Euro. Sein Stellvertreter Jürgen Pascher (SPD) erhält 225 statt 180 Euro als Aufwandsentschädigung. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke tagt fünfmal pro Jahr. Insgesamt geben die Stadtwerke an dieser Stelle künftig also 1875 Euro mehr pro Jahr aus. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben für das politische Aufsichtsgremium auf jährlich 10 725 Euro.

Nach Angaben von Volker Rübo ist der Anstoß zur Erhöhung vonseiten der Stadtwerke-Geschäftsführung gekommen. Als Begründung gibt die Geschäftsführung in der Beschlussvorlage für die nicht-öffentliche Sitzung an, dass die letzte Erhöhung der Bezüge schon einige Jahre zurückliegt: Konkret gab es zuletzt zum 1. April 2001 mehr Geld für die Aufsichtsräte. Zum Vergleich dazu seien die Bruttoarbeitslöhne in Deutschland von 2001 bis 2014 um 23 Prozent angestiegen. Außerdem würden in vergleichbaren Gremien in NRW weitaus höhere Summen gezahlt.

Aus Sicht der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates ist auch die Verantwortung der einzelnen Mitglieder in den vergangenen Jahren größer geworden. Die Geschäftsfelder des Unternehmens hätten sich erweitert. Und die ständigen Veränderungen und Herausforderungen am wechselhaften Energiemarkt würden von den Aufsichtsratsmitgliedern mehr Zeit und Expertise verlangen.

Die Werke sind eine 100-prozentige Tochter der Stadt. Der lokale Energieversorger ist zudem als Betreiber des Schwimmbads Aqua-Sol.

www.stadtwerke-kempen.de