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Stadt kommt bei Sanierungen weiterhin nicht nach

Stadt kommt bei Sanierungen weiterhin nicht nach

Für 2018 werden Ausgaben von einer Million Euro für Sanierungen an städtischen Gebäuden eingeplant — zu wenig.

Kempen. Das Hochbauamt der Stadt Kempen leidet weiter unter Personalmangel. Das wurde bei der Sitzung des Bauausschusses deutlich, in der die Haushaltsansätze für das nächste Jahr diskutiert wurden. Hochbauamtsleiter Christian von Oppenkowski hatte zuvor eine Übersicht über die aktuellen Bau- und Sanierungsmaßnahmen gegeben. Dazu gehören unter anderem verschiedene Maßnahmen an den Schulen. Nach wie vor in Arbeit ist der Kreuzgang im Franziskanerkloster. Die Leitungen seien verlegt, nun müsste die Museumsleitung ein Konzept vorlegen, wo genau welches Licht gebraucht werde. Davon hänge ab, wann die Sanierung abgeschlossen werden kann.

Auch in Sachen Kinderbetreuung ist das Hochbauamt gefragt. Aktuell stehen die Erweiterung der Kita Eibenweg und der Umbau von Klassenräumen der ehemaligen Johannes-Hubertus-Schule in St. Hubert für zwei Großtagespflegestellen an. Beide Maßnahmen sollen zum 1. August abgeschlossen ein. Für die Hubertusschule, wo für die neue Nutzung Bauanträge und Brandschutzkonzepte notwendig seien, werde die Zeit allerdings knapp, so von Oppenkowski. Dazu werden in den nächsten Jahren noch weitere Baumaßnahmen folgen müssen, um den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu decken.

Weiterhin wird das Hochbauamt die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften, Schulsanierungen und das neue Feuerwehrgerätehaus in Schmalbroich beschäftigen. Für die Sanierung des Rathauses am Buttermarkt werden 600 000 Euro für Planungs- und Gutachterleistungen in den Haushalt eingestellt.

Für die Unterhaltung der städtischen Gebäude und Außenanlagen werden für 2018 943 000 Euro eingeplant, für die Sanierung von städtischen Immobilien wird ein Jahresbudget von einer Million Euro eingestellt. Eigentlich, so schildert es der Technische Beigeordnete Stephan Kahl, sei der tatsächliche Sanierungsaufwand für die rund 120 städtischen Immobilien mit Blick auf deren Alter und Zustand wesentlich höher. Die Summe von einer Million Euro sei aber das Finanzvolumen, das man in den zurückliegenden Jahren mit den Personalressourcen habe umsetzen können. „Wir haben die Pflicht, unsere Gebäude instandzuhalten“, so Kahl. Aber das Hochbauamt habe auf gesellschaftliche Anforderungen reagieren müssen: Kita, Ganztagsbetreuung in den Schulen, Mensa-Bau und Flüchtlingswohnungen.

Von zwei neuen Stellen, die zuletzt ausgeschrieben wurden, konnte nur eine besetzt werden. Die Stelle für einen Haustechnikingenieur wird erneut ausgeschrieben. ulli