Kempener Jugendhilfe : Neues Bündnis zur Kindes-Entwicklung

Speziell die Übergangsphasen zwischen Kita und Schule will die Stadt besser begleiten.

Kindertagesstätten (Kita), Grundschulen und weiterführende Schulen – sie alle dokumentieren die Entwicklung eines Kindes. „Und das machen sie gut“, betonte Sozialdezernent Michael Klee. Aber: „Es fehlen die Übergänge, die Abstimmungsprozesse.“ Weshalb die Verwaltung im Jungendhilfeausschuss den Politikern ein Bündnis mit dem Titel „Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder“ vorschlug. Dabei gehe es um die bestmögliche Förderung der Kinder. In Tönisvorst und Brüggen habe man damit „bereits tolle Erfolge“ erzielt, so Klee – und die einzelnen Akteure näher zusammengebracht.

Netzwerk mit dem Kreis
Viersen soll ausgebaut werden

„Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Verwaltung gemeinsam mit der Kinder- und Jugendförderung und dem Schulamt des Kreises Viersen ein Pilotprojekt für eine Prozessbegleitung zum Auf- und Ausbau eines Bündnisses (Netzwerk, Kooperation) von Eltern, Familien, Kindertagesstätten, Grundschulen, Offene Ganztagsschulen, dem Jugendamt der Stadt Kempen und der Kinder- und Jugendförderung und dem Schulamt des Kreises Viersen sowie weiteren Interessierten in der Stadt Kempen entwickelt“, heißt es in der Vorlage. Klee erläuterte, dass erst kurz vor der Sitzung die Grundschulen über das Vorhaben informiert worden seien, weshalb die Vorlage schnell gestrickt werden musste. Die einzelnen Fraktionen hatten Nachfragen. So wollte Monika Schütz-Madré (Die Grünen) wissen, ob dies etwas mit dem Netzwerk zu tun habe, das noch unter Jugendamtsleiter Klaus Balsam eingerichtet worden sei. Nein, so Klee, dies sei das Netzwerk zum Kindeswohl gewesen.

Georg Funken (CDU) fragte nach, wie die Ausgestaltung des Bündnisses sei, ob es Arbeitsgruppen gebe oder ob es sich nur um einen „Papiertiger“ handele. Das verneinte Klee. Mit dem Bündnis schließe man sich dem Kreis Viersen an, hole sich dessen Unterstützung, da es dort bereits einen Partner für dieses Thema gebe. Ob Eltern mitmachen könnten? „Wie diese es wollen“, so der Dezernent. Nur das, was die Eltern wollten, würde von den Kitas, Grundschulen oder OGS weitergegeben. Es gehe auch nicht darum, dass eine Kita mit nur einer Grundschule kooperiere, alle sollten bei diesem „Übergangsmanagement“ zusammen arbeiten. Klee betonte, dass es sich um ein „freiwilliges Angebot“ handele. Zunächst seien Auftaktveranstaltungen mit allen Bündnisakteuren geplant, dann müsse der Ist-Zustand ermittelt werden, Ziele und Grundlagen für ein gemeinsames Handlungspaket erarbeitet werden, nannte Klee die Anfänge.

Projekt soll noch bis
Jahresende an den Start gehen

Das Projekt soll noch in diesem Jahr starten. Die Gesamtkosten belaufen sich für 2018 und 2019 auf insgesamt 16 600 Euro. Die Hälfte trägt der Kreis Viersen, so dass der Eigenanteil der Stadt für 2019 insgesamt 8300 Euro beträgt. Alle Ausschussmitglieder stimmten zu.