Corona-Folgen : Stadt Kempen sagt den Ferienspaß ab

Das Betreuungsprogramm kann nicht durchgeführt werden – Ersatzangebote entstehen in Kempen und St. Hubert.

Angesichts der andauernden Corona-Einschränkungen ist folgende Nachricht nicht überraschend, aber sie ist nun offiziell bestätigt: Die Stadt Kempen hat den Ferienspaß während der Sommerferien auf dem Sportgelände an der Berliner Allee abgesagt. Das bestätigte Stadtsprecher Christoph Dellmans am Dienstag der WZ. Den Eltern, die ihre Kinder bereits für die Sommerbetreuung angemeldet hatten, sei die Entscheidung per Post mitgeteilt worden. „Eine solche Veranstaltung mit so vielen Kindern ist zurzeit leider nicht zulässig“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Da der Ferienspaß aber nicht nur ein Veranstaltungs-Highlight für die Kinder darstelle, sondern auch ein akutes Betreuungsproblem vieler Eltern löse, möchte das Jugendamt nicht völlig darauf verzichten. „Statt des üblichen Ferienspaßes hat das Jugendamt bereits einen ,Plan B’ aus der Schublade gezogen und umgesetzt“, so die Pressestelle. „Für die bereits angemeldeten Kinder wird es ein Ersatzangebot geben.“ An zwei dezentralen Orten: in der OGS an der Regenbogenschule in Kempen und in der OGS in St. Hubert. „In getrennten Gruppen mit maximal zehn Kindern werden in festen Gruppenräumen – unter Einhaltung der dann geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen – Bastel-, Kreativ- und Bewegungsangebote durchgeführt werden.“

Aufgrund der geltenden Schutzmaßnahmen wird aber kein Pendelbusverkehr eingerichtet, so dass die Kinder zum Veranstaltungsort gebracht werden müssen. Ferner müssen die Ausflüge ebenfalls komplett gestrichen werden. „Essen für die Kinder wird bestellt und die Mahlzeiten werden in den Gruppenräumen eingenommen“, so die Stadt. Das Außengelände werde von den Gruppen abwechselnd genutzt, um eine „Durchmischung der Gruppen“ zu vermeiden.

Wegen der Einschränkungen können nach Angaben der Stadt keine weiteren Kinder angemeldet werden. Die Kapazitätsgrenzen seien erreicht. Da sich der Ferienspaß nun anders gestaltet als geplant, können Eltern bis zum 24. Mai von der Anmeldung zurücktreten. Der Teilnehmerbeitrag würde erstattet.

Das Jugendamt weist abschließend darauf hin, dass auch zum jetzigen Zeitpunkt die Durchführung der Ersatzangebote nicht sichergestellt sei. „Sollten sich die Infektionszahlen in der Corona-Pandemie erhöhen, ist mit einer Absage der Betreuung zu rechnen.“