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Stadt Kempen arbeitet an „Kinderschutzkonzept“

Kitas : Stadt Kempen arbeitet an „Kinderschutzkonzept“

Aus den Ereignissen rund um die 25-jährige Erzieherin, die wegen einer Gewalt-Serie an Kindern im Verdacht steht, will die Stadt ihre Lehren ziehen.

„Wenn uns attestiert werden sollte, dass wir vielleicht etwas übersehen haben, dass wir anders hätten handeln müssen, dann werden wir daraus unsere Konsequenzen ziehen“, sagte Bürgermeister Volker Rübo (CDU) im Zusammenhang mit den laufenden Kita-Ermittlungen im Jugendhilfeausschuss. „Wir wollen aber nicht abwarten, sondern den Kinderschutz und die Sensibilität dafür weiter erhöhen.“ Daher präsentierte Jugenddezernent Bennet Gielen (CDU) in der Sitzung den groben Plan, ein sogenanntes Kinderschutzkonzept zu entwerfen.

„Wir werden unsere Strukturen und Prozesse nunmehr in einem Kinderschutzkonzept zusammentragen und einen Entwurf dieses Konzeptes dem Jugendhilfeausschuss in der Sitzung im November vorlegen“, so Gielen. Unabhängig von den laufenden Ermittlungen sei es so, „dass das Jugendamt laufend die Prozesse auf Verbesserungsmöglichkeiten hin untersucht“.

Das neue Konzept soll die Bereiche „Präventive Kinderschutz-Aspekte zur Vorbeugung von Übergriffen“ und „Intervenierender Kinderschutz-Maßnahmen in Krisensituationen“ beinhalten. Ziel sei eine Kooperation aller im Rahmen der Jugendhilfe beteiligten staatlichen Institutionen und freien Träger, „um im Rahmen eines engmaschigen Netzes Förderung, Beteiligung und Schutz unserer Kempener Kinder bestmöglich zu gewährleisten“, so der Beigeordnete.

Eine Schlüsselrolle bei der Erstellung des Konzeptes dürfte die neue Jugendamtsleiterin haben. Andrea Terschüren trat vor wenigen Tagen ihren Dienst in Kempen an. Im Jugendhilfeausschuss stellte sich die 53-Jährige kurz vor. Die gebürtige Mülheimerin war zuletzt etwa zehn Jahre bei der Stadt Hamburg tätig. Dort leitete sie über mehrere Jahre ein regionales Jugendamt der Hansestadt.

(tkl)