Baustelle : St. Hubert: Drei Wochen Vollsperrung

Eine Baustelle auf der Kreuzung Bahn-/Königs-/Breite Straße sorgt ab 13. Juli für große Einschränkungen im St. Huberter Ortskern.

Da staunten die St. Huberter am Dienstagvormittag nicht schlecht. „Ortsdurchfahrt vollgesperrt“ – Schilder mit dieser Aufschrift wurden von der Stadt Kempen aufgestellt. Im sogenannten sozialen Netzwerk Facebook gingen gleich die krudesten Gerüchte um. Vielleicht sei das ein Versuch, das Kendeldorf autofrei zu machen. Und wenn der Versuch erfolgreich sei, dürfte man dann nur noch mit dem Rad in den Ort.

Diese Gerüchte konnte Stadtsprecher Christoph Dellmans am Dienstag auf Anfrage der WZ ausräumen. Die Vollsperrung des Ortskerns werde notwendig, weil demnächst eine größere Baustelle bearbeitet werden muss. Die entsprechende Mitteilung habe der Pressesprecher erst bekommen, nachdem die Schilder aufgestellt worden waren. Im Nachgang ergänzte der Sprecher noch, dass das beauftragte Unternehmen die Schilder erst am Donnerstag aufstellen sollte. Dies sei vertraglich so abgestimmt gewesen.

Die Sperrung gilt nach Angaben der Stadt vom 13. bis 31. Juli, weil im Bereich der Kreuzung Bahn-/Königs- und Breite Straße die Versorgungsleitungen erneuert werden müssen. Im Anschluss werde die Fahrbahnoberfläche erneuert. Es sei quasi der Abschluss der Großbaustelle Bahnstraße, die im vergangenen Jahr die St. Huberter beschäftigt hatte, so Christoph Dellmans.

„Da es sich bei der Sperrung der Kreuzung um die ,Hauptschlagader’ von St.Hubert handelt, werden umfangreiche Umleitungen über die Breite Straße, Orbroicher Straße, Stendener Straße sowie über die Kempener Landstraße, Tönisberger Straße, Hülser Landstraße und Bellstraße erforderlich“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Kempen. „Umleitungen werden ausgeschildert, Halteverbotszonen müssen für die Gewährleistung des fließenden Verkehrs eingerichtet werden. Die Anwohner können von allen Seiten jeweils bis zum Baufeld passieren, da aus allen Richtungen Sackgassen bis zur Baustelle gebildet werden.“

Im Zuge der ohnehin notwendigen Vollsperrung des Ortskerns widmet sich die Stadt noch weiteren Arbeiten. Nach Angaben der Stadt werden die Bushaltestellen „Markt“ und „Hohenzollernplatz“ zu barrierefreien Haltestellen umgebaut. Ähnliche Arbeiten finden derzeit bereits auf dem Kempener Altstadtring statt.

Apropos ÖPNV: Auf diesen haben die umfangreichen Bauarbeiten der kommenden Wochen auch Auswirkungen. „Aufgrund der Baumaßnahmen im Kreuzungsbereich kann der ÖPNV mit den Linien 065 und 069 für drei Wochen den Stadtkern nicht passieren“, teilt die Stadt mit. „Alle innerörtlichen Bushaltestellen werden für den genannten Zeitraum aufgehoben. Haltestellen werden auf der ,Tönisberger Straße, Höhe Kreisverkehr Hülser Landstraße‚ sowie auf der ,Kempener Landstraße, Höhe Bahnstraße’ eingerichtet.“ Ortskundige Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Ortskern weiträumig zu umfahren. Außerdem werden die Anwohner der Haltverbotszonen „um entsprechende Einhaltung und um Verständnis gebeten, damit ein reibungsloser Verkehrsfluss auf den Umleitungsstrecken erfolgen kann“.