Zum Konzept der Suffizienz Sachkundige Bürgerin (SPD) fordert Verkleinerung des Pro-Kopf-Wohnraums

Grefrath · Die Sozialdemokratin Doris Friemelt schreibt regelmäßig über klimaschutzrelevante Themen.

 Doris Friemelt sitzt für die SDP im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität.

Doris Friemelt sitzt für die SDP im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität.

Foto: Uli Rentzsch

(ure) Gut drei Jahre ist es her, da hatte der Rat der Gemeinde Grefrath beschlossen, dass sich Grefrath im Klimanotstand befindet. Das war am 9. Oktober 2019. Damals sorgte dieses Thema in vielen Kommunen für eine kontroverse Debatte, nicht in jeder Stadt oder Gemeinde wurde der Klimanotstand ausgerufen. Mit diesem Beschluss ist eher eine Bewusstseinsschärfung verbunden. „Damit verbunden bemüht sich die Gemeinde Grefrath um Maßnahmen für einen verbesserten Klimaschutz“, schreibt die Gemeinde auf ihrer Internetseite. Gerade noch im vergangenen Jahr wurde im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität die Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes des Kreises Viersen diskutiert. Neben Grefrath wirken die Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal, die Städte Tönisvorst und Viersen und der Kreis selbst an diesem Konzept mit.

Eine, die immer wieder mit ihren Beiträgen an die Notwendigkeit von Umwelt- und Klimaschutz erinnert, ist Doris Friemelt. Die sachkundige Bürgerin der Grefrather SPD veröffentlicht auf der Internetseite der Sozialdemokraten (www.spd-grefrath.de) Aufsätze zu klimaschutzrelevanten Thema und wünscht sich eine Debatte um deren Umsetzung in der Gemeinde. Aktuell recherchierte sie zur Strategie der Suffizienz, also dem Konzept des „Weniger“, im Speziellen zu der Frage, welche Modelle des Bauens und Wohnens in Zukunft von Bedeutung sein werden.

„Auch hier geht es darum, den Pro-Kopf-Wohnraum zu verkleinern und damit Ressourcen zu schonen und Energie einzusparen“, schreibt sie. Man könne nicht einfach drauf los bauen, es gelte, den verschwenderischen Umgang mit kostbarem Boden zu stoppen, den Verbrauch von Zement, Beton und Stahl zu senken, alternative Baumaterialien zu nutzen, und so weniger CO2 zu emittieren.

„Es wäre von daher wichtig, bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Kreises Viersen, das demnächst in Grefrath gelten soll, diesen Ansatz der Suffizienz bei der Implementierung einer klimaschutzbezogenen Bauleitplanung zu berücksichtigen“, schreibt Friemelt.

(ure)
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