Seit 15 Jahren zum Wohl der Kinder

Für das Kempener Kinderheim St. Annenhof ist die Ina-Stiftung ein wichtiger Faktor. Zu feiern gibt es nun ein kleines Jubiläum.

Kempen. „Kindern helfen in Zeiten knapper Kassen“ lautete die Überschrift in der WZ im März 2003. Damals konnte die Gründung einer neuen Stiftung bekanntgegeben werden. Seither unterstützt die Schwester-Ina-Stiftung das Kinderheim St. Annenhof. Zum kleinen Jubiläum, dem 15-jährigen Bestehen, hat die Stiftung ein besonderes Info-Heft mit vielen Informationen und Fotos herausgegeben, das man nun unter anderem im Annenhof bekommen kann. Darin werden die vielen Aktivitäten vorgestellt, die im Kinderheim realisiert werden können.

Seit 15 Jahren zum Wohl der Kinder
Foto: Kurt Lübke

In seinem Grußwort dankt Propst Thomas Eicker den Initiatoren, dem Ehepaar Marianne und Heinz-Wilhelm Wolters von Herzen, „dass sie diese Stiftung vor 15 Jahren zum Wohl von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt Kempen ins Leben gerufen haben und mit scheinbar nie erlahmender Kraft fördern“.

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung, um den Kindern im Annenhof in Zeiten knapper Kassen etwas über das Normale hinaus bieten zu können. Seien es nun besondere Therapien, Fahrten oder Ausstattungen in der Einrichtung. Die Stiftung finanzierte damals den Umbau des Annen-Kindergartens an der Oelstraße mit, der 2002 geschlossen wurde. Dort konnte die Thomasgruppe einziehen.

Mittlerweile hat die Stiftung in ihrem 15-jährigen Wirken deutliche und sichtbare Spuren im St. Annenhof hinterlassen, stellt Annenhof-Leiter Herbert Knops fest. Von der Schulförderung über den Ausbau von sportlichen Angeboten, Werkstätten und Musikraum bis hin zu einladenden Plätzen draußen und drinnen hat sich dort viel Positives entwickelt. Für junge Mütter, die Hilfe brauchen, hat die Schwester-Ina-Stiftung im Dachgeschoss des Kindergartens Hermann-Josef zwei Mutter-Kind-Wohnungen gebaut und eingerichtet. Aktuelle Projekte des Annenhofs sind ein Skulpturengarten, der nach und nach an der Oelstraße wächst, die Medienscouts und das Tanzprojekt „Bewegende Begegnungen“.

Wegen der aktuellen Zinssituation hatte sich die Stiftung schon vor einigen Jahren zu neuen Schritten entschlossen. Weil das Stiftungskapital durch die ungünstige Zinssituation kaum noch Erträge brachte, hatte sich der Vorstand entschlossen, in die Immobilie Oedter Pfad 11 zu investieren. Die Kirchengemeinde St. Mariae Geburt hatte ein für soziale Zwecke vorgesehenes Baugrundstück zur Verfügung gestellt, auf dem nun bereits das zweite Haus entsteht. Die Mieterlöse fließen in Bildungsprojekte für die Kinder des Annenhofs. Das erste Haus ist bereits bezogen, das zweite Haus soll zum 1. Dezember bezugsfertig sein.

Der größte Teil der materiellen Hilfen für bedürftige Kinder und Jugendliche finanziert sich allerdings weiterhin aus Spenden. Über rund 150 feste Förderer kann sich die Stiftung freuen. „Diesen Mitbürgern kann man nicht oft genug Danke sagen“, betont Wolters.

Übrigens wird im Heft auch schon das Motiv der nächsten Schwester-Ina-Medaille verraten. Ab Herbst soll sie erhältlich sein. Die 15. Auflage dieser besonderen Goldmünze, die man für den guten Zweck erwerben kann, ziert die Alte Schulstraße.

www.ina-stiftung.de