Schwerverletzte bei Notlandung in Grefrath

Bugrad beschädigt: Ultraleicht-Flugzeug landet mit dem Fallschirm auf dem Niershorst.

Schwerverletzte bei Notlandung in Grefrath
Foto: Jungmann

Grefrath. Das waren schon dramatische Momente, die sich am Freitag um 15 Uhr am Grefrather Flugplatz Niershorst abspielten. Dort war ein Ultraleicht-Flugzeug (UL) notgelandet. Dabei wurden der Pilot (41) und seine Begleiterin (67) so schwer verletzt, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden mussten.

Was war passiert? Das Flugzeug mit den niederländischen Insassen war am Vormittag in Grefrath gestartet. Ziel war die holländische Insel Texel, knapp 300 Kilometer entfernt. Beim Landeversuch passierte es: Das Bugrad des Leichtflugzeugs wurde beschädigt, der Pilot musste durchstarten.

Notlandung in Grefrath
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Nach kurzer Beratung mit dem dortigen Tower beschloss man, dass der Flieger den Rückweg antreten solle. Zumal er genug Sprit an Bord hatte. Was dann auch geschah. In der Zwischenzeit wurde die Grefrather Feuerwehr alarmiert, die mit ihrem Chef Hans-Konrad Funken zum Niershorst eilte. Im Einsatz waren 25 Wehrleute mit vier Fahrzeugen plus Rettungsdienst.

Da die Gefahr bestand, dass das Flugzeug sich bei der Landung überschlagen würde, entschieden die Verantwortlichen, dass es mit dem Fallschirm landen sollte. Das ist eine Besonderheit dieser UL-Flugzeuge. Das geschah, aber die Landung war hart, sehr hart, wie Wehrchef Funken betont. Dabei wurden die beiden Flugzeug-Insassen so verletzt, dass die Feuerwehr sie- bergen musste. Anschließend brachte der Rettungswagen die beiden ins Hospital zum Heiligen Geist nach Kempen.