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Schulcampus: Die Kempener CDU forciert das Tempo

Projekt : Schulcampus: Die Kempener CDU forciert das Tempo

Die positiven Signale aus der Ratssitzung münden schon in einen Antrag der CDU. Damit beginnt der Abschied vom Ludwig-Jahn-Platz zugunsten eines Neuanfangs in der „Schulstadt“.

Nun klingt doch schon alles nach Abschied. Nach einem endgültigen Abschied vom Kempener Ludwig-Jahn-Sportplatz. Nachdem die Verwaltung das Gelände als Grundstück für einen Gesamtschul-Neubau ins Spiel gebracht und von der Politik bereits positive Signale bekam, will die CDU nun „so zeitnah wie möglich“ Grundlagen schaffen. So steht es in einem Antrag der größten Ratsfraktion, die für eine Mehrheit immer nur die Stimmen einer weiteren Fraktion braucht. Inhaltlich schließt sich die Fraktion dem favorisierten Ablauf von Bürgermeister Volker Rübo (CDU) an.

Im ersten Schritt soll die Verwaltung dafür sorgen, dass der Sportplatz ins Sportzentrum an der Berliner Allee verlagert werden kann. Auf dem dortigen Aschenplatz soll ein Kunstrasen mit Umlaufbahn „nach Tönisberger Vorbild“ gebaut werden, heißt es im CDU-Antrag. In diesem Zusammenhang sind sich alle Beteiligten einig, dass dieses Projekt zuerst angegangen werden muss, bevor in Sachen Schulneubau etwas passiert (die WZ berichtete).

Schritt zwei im nun anlaufenden Projekt Schulcampus soll dann der Neubau einer eines Gesamtschul-Gebäudes (Holzmodule) auf dem Gelände des Erweiterungsbaus der Hauptschule sein. Wie bereits berichtet, steht dieses Thema auf der Tagesordnung des Bauausschusses am 17. Februar. Auf Antrag der Grünen geht es um den Abriss des bestehenden Gebäudes und die Errichtung eines Holzmodulbaus. Diesen hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben der fraktionslose Ratsherr Jeyaratnam Caniceus angeregt. Nach einer Besichtigung entsprechender Schulgebäude in Hessen sind inzwischen alle Fraktionen für dieses Projekt.

Schritt drei sollte dann aus Sicht der CDU sein, einen Neubau für die Gesamtschule auf einem Teil des Ludwig-Jahn-Platzes zu bauen. Den Begriff „Teil“ betont die CDU im Antrag deshalb, weil die Fläche des Sportplatzes ebenso für den Schulsport hergerichtet werden soll. Nach Angaben der Fraktion hätten die Schulen dort sowie auf einem neuen Platz an der Berliner Allee und im renovierten Aqua-Sol langfristige und gute Möglichkeiten für den Schulsport.

Belastbare Zahlen für den großen Wurf liegen noch nicht vor

Auch wenn derzeit noch keine konkreten Zahlen zu Flächen und Kosten zu diesem großen Wurf in Sachen Schulentwicklung feststehen, will die CDU das Großprojekt jetzt forcieren. Nach einer „genaueren Analyse“ ist die Aufgabe des Sportplatzes für einen Schulneubau aus Sicht der Christdemokraten aber unumgänglich, heißt im Antrag. Zudem biete das Projekt viele Vorteile, von der Schulen und Vereine langfristig profitieren können. Daher will die CDU nun „keine weitere kostbare Zeit verstreichen lassen“, so die Formulierung in einer Pressemitteilung zum Antrag.

Fraktionschef Jochen Herbst betont in dieser Mitteilung die „höchste Priorität“ des Großprojektes. „Es geht um eine zukunftsgerichtete, strategische Investitionsentscheidung für unsere Stadt, die baulich, pädagogisch und konzeptionell für die nächsten Jahrzehnte tragen soll – und unter diesen Gesichtspunkten ist das uns jetzt durch die Verwaltung vorgestellte Konzept der richtige Weg. Die CDU steht bereit, diesen Meilenstein in der Stadtentwicklung Kempens umzusetzen“, wird Parteivorsitzender und Bürgermeisterkandidat Philipp Kraft in der Mitteilung zitiert.

kempen.de