1. NRW
  2. Kreis Viersen
  3. Kempen und Grefrath

Schlagerstar Semino Rossi begeistert seine Fans

Schlagerstar Semino Rossi begeistert seine Fans

Frauenschwarm und Schlagersänger Semino Rossi hat sein Publikum im Grefrather Eisstadion fest im Griff.

Grefrath. Er ist ein Frauenschwarm, weiß das und spielt gekonnt damit. Es dauerte nur wenige Minuten, bis Semino Rossi sein Publikum fest im Griff hatte. In erster Linie natürlich mit seiner herausragenden Stimme.

Es waren rund 150 Schlager- und Balladen-Minuten, in denen der fast 50-jährige gebürtige Argentinier Rossi auf der Grefrather Konzertbühne stand und im Sturm die Herzen seiner überwiegend weiblichen Fans eroberte.

Überzeugend waren die Bühnenshow und der Aufbau der Bühne, der wohl selten so perfekt war, wie am Samstag. Zum Programm gehörten auch Rossis Band, Streicher, ein slowenisches Ballett, drei Background-Sängerinnen und die Neuformation der Los Paraguayos, die aus dem Konzert einen runden Abend machten. Ob aufstehen, sich unterhaken oder schunkeln: Das Publikum folgte stets begeistert seinen Aufforderungen.

Die meisten Besucher waren eben echte Fans, und so kleideten sie sich auch: zum Beispiel mit Dirndl und mit einem riesigen Blumengebinde, das jeder Hochzeitsgesellschaft zur Ehre gereicht hätte.

Weiße Rosen brachte eine gut 80-jährige Dame etwas schüchtern auf die Bühne und schämte sich fast ein wenig, zumal der „Oberaufseher“ alles andere als zuvorkommend und verständnisvoll war.

„Das Tor zum Himmel ist die Liebe“ sang Semino Rossi aus vollem Herzen mit seiner unverwechselbaren Stimme, und schon war das Publikum im siebten Schlagerhimmel angekommen. Die Menschen in der Halle schunkelten, als er von den weißen Rosen sang, die am Ende des Konzertes bei der Zugabe zu roten Rosen wurden. Klassiker wie „La Paloma“ oder der Stimmungshit „Bamboleo“ fehlten nicht.

Der ehemalige Straßenmusiker ließ vor der Pause den Klassiker „Sierra Madre Del Sur“ erklingen. Ein Song, der natürlich beim Publikum ankam. Aber echtes Gänsehautgefühl konnte Rossi damit nicht vermitteln, wie dies einst in der Grefrather Halle dem Frontman der Schürzenjäger, Peter Steinlechner, mit eben diesem Hit gelungen war.

Natürlich plauderte Rossi zwischen seinen Liedern mit dem Publikum. „Viele Augenblicke sind zu schnell vorbei“, sagte er. Und auch den Dreivierteltakt wollte er den Besuchern erklären.

„Ich würde es immer wieder tun“, lautete seine nächste musikalische Botschaft, die gerne aufgenommen wurde. Danach sang er den Klassiker „Quantanamera“ zusammen mit den Los Paraguayos. Und ebenso „Gitarren klingen leise durch die Nacht“ — ein Oldie, der schon vor 50 Jahren auf dem Plattenteller lag.

Der vielfach ausgezeichnete Rossi enttäuschte seine 2800 Zuhörer nicht, die ihn am Ende frenetisch feierten.