Rosenmontagszug: Jecker Spaß — aber ohne Glasflaschen

Rosenmontagszug: Jecker Spaß — aber ohne Glasflaschen

Für den Zug durch die Altstadt gibt es 2013 neue Auflagen: Zum Beispiel sind Glasflaschen verboten.

Kempen. Klosterhof-Baustelle und Sicherheitsauflagen wegen der Duisburger Loveparade-Katastrophe (2010) — das sind zwei Gründe, warum der Kempener Rosenmontagszug 2013 vor Veränderungen steht. Der veranstaltende Kempener Karnevalsverein (KKV) und das Ordnungsamt haben sich intensiv mit einem neuen Zugweg beschäftigt und ihn inzwischen beschlossen.

Demnach wird man am 11. Februar 2013 auf Burg-, Orsay- und Wambrechiesstraße kein „Helau“ hören — die Klosterhof-Baustelle versperrt den Jecken den Weg. Stattdessen wird der Zug von der Thomasstraße direkt auf den Burgring abbiegen. Die Sorge, dass der Zug 2013 wegen Sicherheitsbedenken nicht durch die Altstadt ziehen darf, ist aber endgültig vom Tisch. Vom Möhlenring geht es auf die Ellenstraße ins Innere der Stadt.

Konkretisiert wurde inzwischen auch das angedachte Glasflaschenverbot am Rosenmontag in der Kempener Altstadt. „Es dürfen keine Glasflaschen verwendet werden. Getränke- und Einzelhändler werden im Vorfeld des Umzuges angeschrieben, so dass sie sich mit Plastikflaschen zum Verkauf eindecken können.

Durch Ordnungsamt, Jugendamt, Veranstalter und mit Unterstützung der Polizei werden Kontrollen zur Einhaltung des Glasflaschenverbotes durchgeführt. Das Glasflaschenverbot gilt auch für Besucher des Umzuges.“ Diesen Passus des Sicherheitskonzeptes veröffentlichte die Verwaltung gestern auf Anfrage der WZ.

Weitere Details zum Verbot der Glasflaschen und anderen Sicherheitsauflagen möchte die Stadt in Kürze bei einer Pressekonferenz bekanntgeben. Das sagte gestern Kirsten Pfennings, Mitarbeiterin des Presseamtes.

Nach WZ-Informationen wird es in jedem Fall ein höheres Aufgebot an Sicherheitsleuten geben. An den „neuralgischen Punkten“ in der Stadt werden zusätzliche Kräfte eingesetzt. Das sind die Punkte, an denen die großen Wagen besonders enge Kurven nehmen müssen: zum Beispiel der Übergang von der Juden- zur Engerstraße.

Mit der erhöhten Sicherheit sind für den Veranstalter auch höhere Kosten verbunden. Nach Angaben des KKV können diese Mehrkosten aber gestemmt werden. Eine zusätzliche Sicherheits-Gebühr, wie sie beispielsweise 2012 in Krefeld pro Teilnehmer erhoben wurde, werde es in Kempen nicht geben. Für die Jecken in der Thomasstadt soll die Teilnahme am Rosenmontagszug kostenlos bleiben.

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