Ritter, Musical und viele Spiele

Das Fest zu Familienaktionstag und Jubiläum des Heimatvereins Oedt an der Burg Uda war ein voller Erfolg.

Oedt/Grefrath. „Das Wir gewinnt“ — dies war das Motto zu einem Premierenfest. Denn der bewährte Familienaktionstag der Gemeinde Grefrath wurde diesmal mit dem 70-jährigen Bestehen des Heimatvereins Oedt zusammengelegt. Und die beiden Veranstalter hatten schon zu Beginn so gut wie gewonnen. Denn die dunklen Wolken hatten sich verzogen. Die Menschen konnten kommen — und sie kamen.

Es waren viele, die sich an der Burg Uda und auf der großen Freifläche daneben aufgestellt hatten. Mehr als 40 Vereine und Organisationen machten mit, informierten, luden zu Glücks- und Geschicklichkeitsspielen ein, gaben Pinsel und Malblätter aus oder zeigten einfach, dass man im Alltag auf ihre Hilfe zurückgreifen kann. Sei es bei gesundheitlichen Problemen, bei der Baby-Massage, im Alter, mit einer Beratung oder mit Tipps zur Bewegung.

Auf der Bühne zeigten 20 Mädels der Musik-Company „StageDream“ Ausschnitte ihres neuen Musicals „Peter Pan“, das seine Premiere am 3. März in der Albert-Mooren-Halle haben wird. Auf der Bühne traten im Laufe des Tages unter anderem der Musikverein Oedt, die Niersmatrosen oder junge Musical-Stars der Gemeinschaftsgrundschule Oedt auf, luden Simone Zartingen und ihre Models zu einer Modenschau ein. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Manfred Lommetz und den Vorsitzenden des Heimatvereins, Karl Wilmen, ging es rund.

Der achtjährige Luis aus St. Hubert ließ sich vom Leiter des Oedter Löschzuges, Herbert Mertens, ein Löschfahrzeug erklären und war dort von seiner Mutter nicht so leicht wegzubekommen.

Andere nahmen im Cockpit eines Segelfliegers Platz, wieder andere im Familien-Kajak des Kanu-Wanderclubs oder ließen sich am Info-Stand des Kempener Tauchclubs „Flipper“ den Tauchanzug erläutern. Besondere Anzüge hatte die 20-köpfige Ritterrunde „Habitare“ mitgebracht: Rüstungen, die etwa 35 Kilogramm schwer waren, allein so ein Kettenhemd wog rund 20 Kilogramm. Jedenfalls wurde aus dem technischen Angestellten Frank Gundel der „Herzog von Brabant“, aus der Krankenschwester Birgit Lichte-Steeger „Elisabeth von Stockum“. Dazu gab es eine kräftige Gemüsesuppe aus dem Kessel, der auf einem Dreibein stand.

Rund um die Burg Uda kümmerten sich die Heimatfreunde um das Wohlergeben der Gäste. Viele kamen von außerhalb und ließen sich die Burg zeigen. Stockbrot und Ponyreiten waren ebenso im Angebot wie Basteln, Carrerabahn und Spiele, die man vom Jahrmarkt kennt. Der vierjährigen Fabian schlug kräftig auf die „Buus“, die großen Trommel des Trommlercorps der Feuerwehr. Erheblich stiller war es natürlich am Stand des Museumsvereins Dorenburg, als „Märchentante“ Doris Eiserlo aus ihrem Buch „Hexenräuber, Wilde Biester“ vorlas. Wiederum für die „Löwenkinder“ verkauften Jakob und Ingeborg Elsen Gestricktes und Marmeladen. Und noch einiges mehr.