Fahrradflohmarkt in Kempen Rekordverdächtiger Besuch beim Flohmarkt auf dem Markt

Kempen · 250 Anbieter und rund 200 verkaufte Fahrräder sind die Bilanz des Fahrradflohmarktes in Grefrath.

 Der Marktplatz war voll, rund 200 Verkäufe wurden abgeschlossen. Der Fahrradflohmarkt war ein Erfolg.

Der Marktplatz war voll, rund 200 Verkäufe wurden abgeschlossen. Der Fahrradflohmarkt war ein Erfolg.

Foto: Norbert Prümen

(sore) Freude und Fahrräder bei Frühlingswetter: Am Samstag war der Buttermarkt der Kempener Altstadt der Handelsplatz für alle, die für die kommende Radfahrsaison noch einen neuen, gebrauchten Drahtesel suchen oder aufgrund von Neuanschaffung das alte Fahrrad verkaufen wollen. Zum 22. Fahrrad-Flohmarkt fand zwischen Fahrrädern, Zubehör und Co. ein reger Austausch von Käufern und Verkäufern statt. Betreut vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Kempen (ADFC), konnten Jung und Alt einfach und simpel ihre alten Schätze an kaufwillige neue Besitzer weitervermitteln. So musste man lediglich die zu verkaufenden Räder mit einer kleinen Standgebühr anmelden, Preisschilder anbringen und schon stand dem Verkauf nichts mehr im Wege.

Bereits vor der planmäßigen Eröffnungszeit legt das Team des ADFC los. „Wir hatten schon um 9 Uhr aufgebaut, also haben wir direkt etwas früher angefangen“, sagt das aktive Mitglied Stefan Ditzen. Anfangs hatte man mit etwa 100 Teilnehmern gerechnet, was schnell übertroffen war. Gegen 10.30 Uhr tummeln sich rund 250 Menschen auf dem Marktplatz. „Wir mussten schon zweimal im Rathaus unsere Beschreibungszettel nachdrucken gehen“, sagt Ditzen. Tatsächlich, sofort wird die Schlange vor dem ADFC-Stand erheblich länger. Das Interesse scheint enorm. Preislich ist alles dabei: Von 45 bis 2700 Euro, von Holland- über Kinderdreiräder, E-Bikes bis zu historischen Stücken.

Auch Nadine Sluka (45) mit Tochter Johanna (13) sind auf der Suche. Es soll ein Zweitfahrrad für die Jugendliche werden, welches sie mit in den Urlaub nehmen kann. „Wir haben ein Mobilheim in Renesse, in den Niederlanden. Da wollen wir ihr ein Rad besorgen, das wir dort lassen können, für Radtouren vor Ort“, sagt Mutter Nadine. Der erste Eindruck sei vielversprechend, finden beide. Bei ihnen darf es auch ruhig ein gebrauchtes Rad sein. „Drüben steht es eben auch draußen und wird vielleicht mal nass. Und die Gebrauchten sind ja auch total in Ordnung“. Dem stimmt auch Verkäufer Ulrich Knie (65) zu. Er selbst sei ein eingefleischter Fahrradfahrer. Er schmunzelt. „Die Garage steht mit Rädern voll, statt mit einem Auto“. Zusammen mit seiner Frau bot er zu Beginn fünf Räder zum Verkauf an. „Davon sind zwei schon weg. Wir würden uns freuen, wenn wir die anderen auch noch verkauft bekommen“.

Nach Einigung auf den Verkauf, gibt es sogar einen offiziellen Kaufvertrag vom ADFC. „Damit die Leute dann auch verbindlich nachweisen können, wo sie das Rad her haben und dass es nicht gestohlen ist“, erklärt Ditzen. Er ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Zwischen Königswetter und etwa 200 verkauften Rädern war es ein voller Erfolg für den ADFC.

(sore)
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