Probenbesuch bei Projekt-Orchester des Kempener Thomaeums

Kempen : Musiker üben für ein einmaliges Konzert

Drei Proben gibt es vorher noch für das Projektorchester. Interessierte können einsteigen.

Obwohl sie erst eine Stunde lang gemeinsam musizierten, klang es doch schon richtig gut bei der ersten Probe des Projektorchesters am Kempener Thomaeum. Rund 25 Streicher, Flötisten oder Blechbläser saßen im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums. Am Samstag steigt die nächste Probe.

Die Idee des Orchesters ist es, für zunächst ein einziges Konzert möglichst viele Musiker zusammenzubringen. Eingeladen zum Mitmachen waren und sind nicht nur Schüler, Lehrer und Eltern der Schule. Jeder, der ein Instrument spielt, kann das Orchester verstärken. Dies sei eine ideale Möglichkeit für alle, ihr musikalisches Talent einzusetzen, meint Schulleiterin Agnes Regh. Sie ließ es sich nicht nehmen, selbst mit ihrer Violine bei der ersten Probe dabei zu sein.

Gemeinsam feilen die Musiker
an der Darbietung

Es gibt sicherlich viele Musiker, die zu Hause gut und gerne spielen, aber nicht die Zeit haben, regelmäßig an wöchentlichen Proben teilzunehmen. Daher hat der Koordinator des Ganzen, Musiklehrer David Nethen, auch bewusst die insgesamt vier Probentermine jeweils auf einen Samstagvormittag gelegt. Es ist auch bei den noch anstehenden drei Proben noch möglich, einzusteigen.

Hoch konzentriert folgten die Musiker beim ersten gemeinsamen Üben Nethens Anweisungen. Da wurde teilweise an jedem Takt gefeilt, hier noch einmal etwas verbessert oder ein Instrument hervorgehoben. Gleichzeitig merkte man allen den Spaß an der Sache an.

Den Schülern Jan (15) und Paul (17) fiel es leicht, mit ihren Blechinstrumenten dabei zu sein. Immerhin spielen sie auch in St. Hubert beim Musikverein und kennen so Orchesterarbeit. Willi (18) ist zwar als Abiturient der Schule quasi entwachsen, hat sich aber wie seine Mitschüler gerne überzeugen lassen, mitzuspielen. Die Pause zwischendurch nutzten alle, um sich miteinander über die Stücke auszutauschen oder Nethen zum Ablauf zu befragen. Sie kennen ihn sowieso als Musiklehrer, aber auch durch die Theaterarbeit am Thomaeum, die er koordiniert.

Die Nächste Probe ist am Samstag, das Konzert am 10. Juli

Eingeübt wurden Stücke, die das Motto des Thomaeums als Europaschule betonen. So erklang das „Pump and Circumstance“ von Edward Elgar schon ganz gut. Und das Präludium aus dem „Te Deum“ von Antoine Charpentier, vielen bekannt als die Fanfare bei Eurovisionsübertragungen, durfte an diesem Vormittag nicht fehlen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, ebenfalls mit seinem Instrument die Musiker zu unterstützen, kann sich mit David Nethen in Verbindung setzen. Das geht am besten per E-Mail oder telefonisch über das Schulsekretariat unter 02152/4141. Die weiteren Proben finden samstags statt: am 8. Juni, 15. Juni und 6. Juli, jeweils von 10.30 bis 12.30 Uhr.

Das Konzert selbst findet im Rahmen der „Nacht der Kultur“ am Mittwoch, 10. Juli, 18 bis 21 Uhr, statt. Dann werden alle Chöre, Musiker und Schauspieler sowie Mitglieder der Kreismusikschule gemeinsam ihr Können präsentieren.

nethen@thomaeum.de

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