Prinzenfamilie zum Karneval: „Wir konnten die Zeit genießen — danke an Alle“

Prinzenfamilie zum Karneval: „Wir konnten die Zeit genießen — danke an Alle“

Heinz und Hildburg Kox sowie ihre Töchter waren die Kempener Prinzenfamilie. Am Aschermittwoch zogen sie mit der WZ eine jecke Bilanz.

Kempen. Der Hoppeditz ist seit Dienstagabend beerdigt, der Aschermittwoch-Fisch wurde am Mittwochabend verputzt. Um es im närrischen Jargon zu vermelden: Für das Kempener Prinzenpaar Heinz und Hildburg Kox ist alles vorbei. Fast drei Jahre zogen sie gemeinsam mit ihren Töchtern Richarda, Alexandra und Cathérine als Kempsche Prinzenfamilie durch die Säle. Zum Abschluss traf sich das Prinzenpaar am Mittwoch mit der WZ zum Interview.

Foto: Kurt Lübke

Herr Kox, mit der Hoppeditz-Beerdigung ist Ihre Amtszeit als Prinz beendet worden. Welche Gefühle hatten Sie, als „Pfarrer“ Heinz-Gerd Plenker die Trauerrede hielt?

Heinz Kox: Ich habe das emotional gut verkraftet. Der Abend war wunderschön. Heinz-Gerd hat schöne und lustige Worte gefunden. Ein gelungener Abschluss. In den vergangenen Jahren gab es aber ein paar andere emotionale Momente, in denen ich ein Tränchen verdrückt habe.

Welche waren das?

Heinz Kox: Da kann ich die letzte Narrenmesse hervorheben. Da waren wir mit der ganzen Familie da. Unsere Tochter Cathérine war erstmals nach der Geburt ihres Sohnes Matthias wieder im Ornat dabei. Auch der Kleine war in der Kirche. Und meine Mutter war dabei. Das war einfach schön.

Hildburg Kox: Das Größte war für uns, dass wir alles als Familie erlebt haben. Da ist mir an vielen Stellen das Herz aufgegangen.

Gab es bei den unzähligen Auftritten und Erlebnissen einen besonderen Höhepunkt?

Heinz Kox: Der Rosenmontagszug ist sicher etwas ganz Besonderes. Ansonsten fällt es mir aber schwer, irgendwas hervorzuheben. Im Großen und Ganzen ist alles super gelaufen. Wir konnten die Zeit genießen. Hinter dem Karneval steckt nämlich eine Menge Arbeit und Organisation. Dafür ein Dankeschön an Alle, die uns unterstützt haben.

Sie standen in den vergangenen Jahren sehr in der Öffentlichkeit. Haben Sie sich dadurch verändert?

Hildburg Kox: Nein, das würde ich nicht sagen. Wir haben uns immer bemüht, so zu sein, wie wir sind. Und ich denke, dass uns das gelungen ist.

Heinz Kox: Ja, das ist uns gelungen. Das haben uns auch viele gesagt: ,Ihr habt das so gemacht, wie ihr seid’.

Jetzt liegt der „jecke Stress“ erstmal hinter Ihnen. Haben Sie noch ein paar Tage, um sich zu erholen?

Heinz Kox: Da ich ja eine Firma habe, bleibt da nicht viel Zeit. Die Arbeit geht immer weiter. Das war auch während der Sessionen so. Es gab nur wenige Tage, an denen ich nicht im Büro war.

Die Namen Ihrer Nachfolger sind noch ein Geheimnis. Können Sie Ihnen trotzdem schon ein paar Tipps geben, auf was man als Prinzenpaar achten sollte?

Heinz Kox: Ich denke, da sollte jeder seinen eigenen Weg finden. Peter Croonenbroeck hatte beispielsweise sein Hobby Musik als Thema, das Ehepaar Balters hat St. Hubert etwas in den Vordergrund gerückt, wir haben uns als Familie präsentiert. Einen speziellen Tipp sollte man niemandem geben. Genießt einfach jeden Moment — so haben wir das auch gemacht.

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