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Photovoltaik in Kempen: Politik will Resultate

NRW : CDU und Grüne fordern Bericht zu Solaranlagen

CDU und Grüne fordern mehr Solaranlagen auf städtischen Gebäuden in Kempen.

(biro) CDU und Grüne wollen in Kempen den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden vorantreiben. Schon 2019 hatten die Christdemokraten die Verwaltung um Prüfung gebeten, auf welchen städtischen Gebäuden in Kooperation mit den Stadtwerken Kempen Photovoltaik-Anlagen installiert werden könnten. Damit könne die Stadt einen weiteren aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, führte die Fraktion damals in ihrem Antrag aus. Damit könne ein weiterer Teil des Strombedarfs mit Solarenergie gedeckt werden, zudem könne die Stadt eine Vorbildfunktion erfüllen. „Durch den Fortschritt der Photovoltaiktechnik sollte es möglich sein, Anlagen auch auf Flachdächern, insbesondere den Dächern der Schulen, zu installieren, so dass ein Teil des Strombedarfs der Schulen über eigene Stromerzeugung gedeckt werden könnte“, erklärte der damalige Fraktionsvorsitzende Wilfried Bogedain.

Jetzt will die CDU Ergebnisse sehen: Wie der aktuelle Fraktionschef Jochen Herbst mitteilte, bitte die CDU die Verwaltung nun, den Antrag von damals auf die Tagesordnung des nächsten Bau- und Denkmalausschusses am 13. September zu setzen und dazu einen Bericht abzugeben. „Leider müssen wir feststellen, dass wir in dieser Angelegenheit seit Antragsstellung keine sichtbaren Ergebnisse, zum Beispiel durch Installation von Photovoltaik-Anlagen auf vorhandenen städtischen Gebäuden, erkennen“, so Herbst. Auch die Grünen vermissen seit einer Untersuchung städtischer Liegenschaften 2019 entsprechende Resultate. „Dies mag vorwiegend mit einem Mangel an qualifiziertem Personal innerhalb der Verwaltung zusammenhängen“, teilten der Fraktionsvorsitzende Joachim Straeten und der Stadtverordnete Michael Rumphorst mit. Die Grünen schlagen nun vor, bei der Stadtverwaltung einen Ingenieur oder Architekten einzustellen, der „mit erster Priorität den Ausbau der Photovoltaik auf Dächern der Stadt Kempen umsetzt und später die Verwaltung beim Einsatz Erneuerbarer Energien in den Liegenschaften der Stadt Kempen unterstützt“, so Straeten und Rumphorst. Der Ingenieur oder Architekt solle umgehend, in jedem Fall aber zum nächstmöglichen Zeitpunkt, eingestellt werden. Dass sich die Personalkosten nicht nur fürs Klima, sondern auch finanziell lohnen, davon sind die Grünen überzeugt: Würde man alle machbaren Dächer, geschätzt 40, in wenigen Jahren mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet haben, würde mit rund 44 000 Euro etwa die Hälfte der Personalkosten wieder verdient.

(biro)