Jahresbericht 2018 : Pflegeberatung häufiger genutzt

Ewa Majdzinska-Otto und Anja Dammer informieren für die Gemeinde Grefrath zu allen Themen der Pflege und Patientenverfügung.

Die Pflegeberatung in der Gemeinde Grefrath wird gut angenommen – das ist die Bilanz, die Ewa Majdzinska-Otto bei der Vorstellung des Jahresberichts 2018 im Ausschuss für Jugend, Soziales und Senioren gezogen hat. Der Pflegestützpunkt soll als neutraler Anlaufpunkt für Fragen rund ums Thema Pflege dienen und Informationen zu Dienstleistern, Pflegeleistungen und Pflegeversicherung bieten. Anja Dammer und Majdzinska-Otto sind in der Gemeinde Grefrath Ansprechpartnerinnen.

2018 wurden 219 Fälle bearbeitet. Dabei haben die Beraterinnen meist mehrere Kontakte zu den Menschen, meist in Form von Hausbesuchen. Dabei werden konkrete Maßnahmen eingeleitet, Anträge gestellt oder Hilfsangebote wie Pflegedienst vermittelt. Zum Vergleich: 2017 gab es noch 212 Fälle, 2016 waren es 173 Fälle. Hinzu kamen mehr als 500 Kurzberatungen im Jahr 2018, die meist telefonisch oder in Form kurzer Gespräche im Pflegestützpunkt stattfanden. Im Vordergrund steht dabei die Weitergabe von Informationen und Informationsmaterialien.

Seit 2017 können Suchtkranke
die Beratung in Anspruch nehmen

Man könne feststellen, dass mehr Menschen mit psychischen und Suchterkrankungen die Pflegeberatung in Anspruch nehmen, schilderte Majdzinska-Otto. Das liege daran, dass diese Menschen seit der Pflegereform 2017 auch Pflegeleistungen in Anspruch nehmen können, unabhängig vom Alter.

Zudem fanden viele Projekte statt. Es gab eine Schulungsreihe für pflegende Angehörige in Kooperation mit der LVR-Klink und dem Pflegedienst Hansen, an der zwölf pflegende Angehörige von Demenzerkrankten teilnahmen. Seit April 2018 gibt es das Café Zeitlos, ein Begegnungsangebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen des Demenznetzwerks Grefrath, ein Verbund von Fachleuten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Situation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in der Gemeinde Grefrath zu verbessern. Zudem gab es verschiedene Vorträge zum Beispiel zu den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Fachkräftemangel und Kostendruck in der Pflege sowie sicheres Handeln für Senioren. Menschen mit Hilfebedarf, Angehörige und Behinderte erhalten im Stützpunkt der Gemeinde Informationen und Hilfe rund um das Thema Pflege und Wohnen im Alter aus einer Hand. Die Beratungen erfolgen im Pflegestützpunkt oder bei Bedarf auch zuhause, im Krankenhaus oder Pflegeheim.

In diesem Jahr ist der Stützpunkt in das Rathaus umgezogen

Die Mitarbeiterinnen informieren über Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag, Hilfen in der pflegerischen Versorgung und der Schaffung sozialer Kontakte. In diesem Jahr ist der Umzug ins Rathaus in Oedt erfolgt. Seit Februar unterstützt Majdzinska-Otto Dammer in ihrer Arbeit. Damit sei man gut aufgestellt, erklärt Sozialamtsleiter Volkmar Josten abschließend.