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Perspektiven für Oedt: Kritik an Handel und Verkehr

Perspektiven für Oedt: Kritik an Handel und Verkehr

75 Bürger beraten, wie ihr Ort attraktiver werden kann. Ihre Ideen sind vielfältig.

Oedt. „Wir wollen heute einen begonnen Prozess fortsetzen“, begrüßte Volkmar Josten, Leiter des Sozialamtes, die Besucher im Foyer der Albert-Mooren-Halle. Vor fünf Jahren hatte die Initiative „Perspektiven für Oedt“ erstmals dorthin zum „Zukunfts-Café“ geladen. Dessen Ziel war es, Möglichkeiten zu entwickeln, den Ort zu verschönern. Unter dem Motto „Wohnen! Leben! Mitgestalten!“ kam es nun zu einer dreistündigen Neuauflage des Bürgertreffs, zu der rund 75 Oedter erschienen.

„Wo stehen wir?“ und „Wie geht es weiter?“ waren die zentralen Fragen. Gemeinsam mit Quartiersmanagerin Nicole Geitner führte Josten den Treff. Zunächst wurde an neun Tischen ein Stimmungsbild ermittelt. Das Ergebnis: Speziell die Geschäfts- und Verkehrssituation wurden kritisiert. Auch fehlten attraktive Angebote für Jugendliche.

Gelobt wurde unter anderem das Programm der Mooren-Halle, die Wohnsituation und das verbesserte Angebot an Kultur- und Freizeitaktivitäten. Dazu zählte mit dem „Niers-Spektakel“ auch eine Veranstaltung der „Perspektiven“. Applaus erhielt das Projekt „Wohnmobilstellplatz“ an der Burg Uda. „Im ersten Jahr haben wir 250 Übernachtungen gezählt, im vergangenen Jahr waren es knapp 1000“, belegte Michael Schmidt von den „Perspektiven für Oedt“ die erfolgreiche Entwicklung des Projekts.

Die Kritik nahmen die Teilnehmer dann in einem zweiten Schritt zum Anlass, aufzuschreiben, wie sich ihre persönliche Lebenssituation im Ort verbessern könnte. Abschließend beratschlagten sie an verschiedenen „Thementischen“ — darunter Verkehr, Freizeit, Jugend oder Tourismus — über künftige Projekte. Die Ansätze der Bürger waren vielfältig.

„Es muss mehr Leben in den Ortskern“, setzte sich ein jüngerer Besucher für Veranstaltungen im Zentrum ein — und erhielt breite Zustimmung. Um die Situation der Jugend zu verbessern, äußerten Teilnehmer die Idee eines gemeinsamen Treffpunktes, der regelmäßig offen steht und unter anderem Brettspiele bereithält.

Josten wird nun im Protokoll alle Punkte zusammenführen. Mit den Möglichkeiten, diese auch umzusetzen, wollen sich Verantwortliche und Bürger in ihren Gruppen in den kommenden Wochen befassen.