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Patientendaten online einsehbar - Kempener Hospital nicht betroffen

Ungesicherte Server : Sensible Daten von Patienten online einsehbar - Kempener Hospital schließt aus betroffen zu sein

Ein Recherchenetzwerk hat Millionen von Patientendaten auf ungesicherten Servern entdeckt. Auch Patienten aus Kempen sollen betroffen sein. Das Hospital vor Ort schließt allerdings aus, ein Datenleck zu haben.

Ein Recherchenetzwerk hat Millionen von Patientendaten aus Deutschland und den USA auf ungesicherten Computerservern entdeckt. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) und des amerikanischen Portals Propublica sind auch rund 13 000 Datensätze von Patienten aus Deutschland betroffen. Schwerpunkte sollen im niederrheinischen Kempen und im bayerischen Ingolstadt sein.

Nach dem Bericht des Netzwerks sind hochauflösende radiologische Bilde auf ungesicherten Servern abrufbar. „Fast alle davon sind personenbezogen: Geburtsdatum, Vor- und Nachname, Termin mit Untersuchung und Informationen über den behandelnden Arzt oder die Behandlung selbst“, berichtet tagesschau.de.

Ohne Frage ein Datenskandal, der auch die Geschäftsführung des Kempener Hospitals zum Heiligen Geist beschäftigt, obwohl das Krankenhaus nach eigenen Angaben nicht beteiligt ist. „Wir können ausschließen, dass es bei uns ein entsprechendes Datenleck gibt“, sagt Thomas Paßers, Geschäftsführer der Kempener Klinik auf Anfrage der WZ.

Das Hospital habe am vergangenen Mittwoch im Zuge der Recherchen des Bayerischen Rundfunks von der möglichen Datenpanne in Kempen erfahren. „Mit Hilfe von Experten haben wir alles grundlegend analysiert. Und wir können ausschließen, an diesem Problem beteiligt zu sein“, so Paßers. Dies habe die niederrheinische Klinik, die vom bayerischen Unternehmen Artemed betrieben wird, auch dem BR mitgeteilt.

Hier die offizielle Stellungnahme des Kempener Krankenhauses, die an den Sender gegangen ist: „Nach Rücksprache mit unserer IT-Abteilung können wir versichern, dass keine Patienten-Daten aus den EDV-Systemen der Hospital zum Heiligen Geist GmbH & Co. KG offen im Internet zugänglich waren und sind. Wir haben umfangreiche Vorkehrungen zur Datensicherheit getroffen und können keinen unerlaubten Zugriff auf unsere Systeme feststellen. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir uns darüber hinaus, nicht detailliert zu weiteren Fragen äußern werden.“

Einen Beitrag zum Thema will die ARD am Dienstagabend ab 21.45 Uhr in der Sendung „Report München“ ausstrahlen.