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NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) radelt von Kempen bis Hinsbeck

Landesverkehrsminister Wüst zu Besuch : Verkehrsminister testet Radstrecke von Kempen bis Hinsbeck

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) unterstützte seine Parteifreunde im Wahlkampf.

(evs) Fahrradkleidung hatte der Minister nicht angelegt, obwohl er nach eigenem Bekunden angesichts der hochsommerlichen Temperaturen in Erwägung gezogen habe, heute mal in kurzer Hose zu erscheinen. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) stieg am Freitagmittag auf Einladung des Landtagsabgeordneten und CDU-Kreisvorsitzenden Marcus Optendrenk am Kempener Bahnhof aufs Fahrrad. Begleitet wurde er auf seiner Tour in Richtung Nettetal von einem Tross von CDU-Parteifreunden.

 Mit einem geliehenen E-Bike von Sport Claassen in Kempen ging es für ihn auf die rund zwölf Kilometer lange Strecke von Kempen nach Hinsbeck. Thema der Radtour war die Fahrradmobilität. Daher war auch die zum Fahrradschnellweg ausgebaute ehemalige Bahntrasse zwischen Grefrath und Kaldenkirchen Teil des Wegs. Er wolle dem Minister den bereits fertig gestellten Abschnitt des Schnellwegs zeigen, der Krefeld und Venlo verbinden soll, so Optendrenk: „Ziel ist es, vom Rhein bis zur Maas auf einem schönen Radweg fahren zu können.“ Und der Minister konnte dann auch gleich verkünden, dass der Fahrradetat des Landes noch nicht ausgeschöpft sei. „An Umsetzbarkeit soll es in finanzieller Hinsicht nicht mangeln“, so sein Versprechen.

Radler machen
Station am Bahnhof

In Kempen hatte Steuerberater Holger Latzel eine Begrüßungsstation vor seinem Haus Schorndorfer Straße 15 eingerichtet, Sonnenschirme und Sitzgelegenheiten aufgestellt. Dort konnten sich die rund 35 Radler vor dem Start zunächst mit kühlen Getränken und Rosinenbrötchen stärken. Der Ort war mit Bedacht gewählt worden. „Wir wollen, dass der Verkehrspunkt Bahnhof leistungsfähiger wird, auch da wollen wir den Minister sensibilisieren“, so Optendrenk. Und gleich fuhr dann auch der RE 10 in den Bahnhof ein, was Wüst mit den Worten kommentierte: „Kaum ist der Minister da, ist der Zug pünktlich.“

Der Besuch stand auch im Zeichen des Kommunalwahlkampfs. Kempens CDU-Bürgermeisterkandidat Philipp Kraft verwies auf den hohen Stellenwert des Fahrrads in Kempen und auf das örtliche Radverkehrskonzept, das nun schrittweise umgesetzt werden soll. Angesprochen auf die Fahrradinitiative Kempen, sagt er, dass er deren Impulse gut fände. Jedoch: „Den Allgemeinvertretungsanspruch, den sie postulieren, teile ich nicht.“ Er lege Wert auf die Zusammenarbeit aller CDU-Bürgermeisterkandidaten im Kreisgebiet.

So traf es sich, dass auch der Grefrather CDU-Bürgermeisterkandidat Stefan Schumeckers – nach eigenem Bekunden ein Radvielfahrer – mit von der Partie war. Ihm schwebt für Grefrath eine stärkere Verbindung des Radwegs mit dem Ortskern und den Sehenswürdigkeiten in der Kommune vor: „Da fehlt ein einladender Hinweis an die Touristen auf dem Weg.“ Nettetals Bürgermeister Christian Wagner (CDU) stieß an Haus Milbeck zu der Fahrradtruppe.