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Nordwestbahn setzt zwischen Kevelaer und Krefeld Ersatzbusse ein

Digitale Modernisierung der Niersexpress-Strecke : Ersatzbusse: Bahn rechnet mit Problemen zum Start

Wegen Bauarbeiten fahren ab Montag zwischen Kevelaer und Krefeld keine Züge. Die Nordwestbahn setzt Ersatzbusse ein.

. (biro) Die Arbeiten für die digitale Modernisierung der Niersexpress-Strecke (RE 10) gehen voran: Von Montag, 8. August, bis Sonntag, 27. November, können auf dem Streckenabschnitt zwischen Kevelaer und Krefeld Hauptbahnhof (Hbf) keine Züge fahren. Damit Bahnreisende dennoch weiterkommen, bietet die Nordwestbahn einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen an.

Um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, habe die Nordwestbahn für die Linie RE 10 gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ein umfangreiches Ersatzkonzept erarbeitet, teilte ein Sprecher der Nordwestbahn mit. So gibt es für die zweite Bauphase eine SEV-Linie mit Halt zum Ein- und Ausstieg an allen Unterwegsbahnhöfen. Zusätzlich gibt es eine weitere Linie, auf der die Busse nur mit einem Zwischenhalt in Geldern unterwegs sind. Um den Umstieg zwischen Bussen und Zügen zu gewährleisten, müssen zwischen Kleve und Kevelaer die Fahrtzeiten der Züge angepasst werden, damit möglichst eine durchgehende Reisekette gewährleistet werden kann. Die Linie 101 verkehrt zwischen Krefeld und Kevelaer, die Linie 102 ist beschleunigt unterwegs und hält nur in Krefeld, Geldern und Kevelaer. Die Ersatzbusse halten in Kevelaer am Bahnhof, in Geldern am Bahnhof (Bussteig 9), in Nieukerk an der Industriestraße, in Aldekerk an der Güterstraße, in Kempen am Bahnhof (Bussteig 1) und in Krefeld am Hauptbahnhof (Hbf Süd).

Zum Start müssen Fahrgäste jedoch mit Problemen rechnen. Die Kapazitäten auf dem Busmarkt seien derzeit stark eingeschränkt, da diverse Baumaßnahmen der Deutsche Bahn Netz AG parallel stattfänden, teilte die Nordwestbahn mit. Ein erhöhter Krankenstand beim Fahrpersonal der Busunternehmen erschwere die Situation zusätzlich, deshalb könnten zu Beginn der Maßnahme nicht alle SEV-Fahrten planmäßig bedient werden. Auch könnten auf einzelnen Verbindungen nur Reisebusse eingesetzt werden.

Die Planung sei „tagesaktuell abhängig von den Krankmeldungen der Fahrer“, erklärte ein Sprecher der Nordwestbahn auf Anfrage. Diese kämen wie viele andere Menschen auch in diesen Tagen aus dem Urlaub zurück, hätten sich gegebenenfalls mit Corona infiziert und meldeten sich morgens krank. Deshalb werde der Fahrplan auch täglich aktualisiert ins Internet gestellt. „Es kann zu Beginn etwas ruckeln, aber wir sind guter Dinge, dass es funktionert“, so der Sprecher. Die Nordwestbahn arbeite mit Hochdruck an einer Optimierung der Situation und versuche fortlaufend, weitere Buskapazitäten zu akquirieren, teilte das Unternehmen weiter mit.

Der Ersatzfahrplan ist auf der Internetseite www.nordwestbahn.de einzusehen. Tagesaktuelle Änderungen gibt es dort unter „Akutmeldungen“, ebenso wie auf zuginfo.nrw.

(biro)