NHL-Star Ehrhoff: Familie fiebert mit

NHL-Star Ehrhoff: Familie fiebert mit

Katrin Babst glaubt fest daran, dass ihr Bruder den Stanley Cup gewinnen wird.

Kempen. „Christian hat schon ganz früh gesagt, dass der Stanley Cup sein Wunschziel ist“, sagt Katrin Babst. Die Schwester von Eishockey-Profi Christian Ehrhoff, der derzeit in der nordamerikanischen Profi-Liga mit den Vancouver Canucks gegen die Boston Bruins um die Trophäe kämpft, kann sich noch gut an die ersten gemeinsamen Schritte auf dem Eis erinnern: „Wir haben damals beide mit Kunstlauf angefangen, aber Christian hat dann Eishockey für sich entdeckt“, erklärt die 31-Jährige, die bei der Stadt Kempen arbeitet.

Nachdem Christian als Kind ein Autogramm des kanadischen Starspielers Wayne Gretzky bekam, war laut Babst klar, dass er in die amerikanische Profi-Liga wollte.

Verfolgt hat seine Schwester die Karriere von Beginn an. „Als er bei den Pinguinen gespielt hat, war ich bei fast jedem Spiel.“ Als ihr Bruder 2003 zu den San Jose Sharks wechselte, war das für Babst „ein komisches Gefühl“.

„Um ihn zu besuchen, muss man schon Urlaub nehmen, weil sich die Reise wegen der großen Entfernung nur lohnt, wenn man mehrere Wochen bleiben kann.“ Entsprechend wichtig ist ihr die Zeit, wenn Christian während der Sommerpause in Deutschland ist. „Es ist für meine Eltern und mich immer wieder schwierig, wenn er im September wieder wegfährt.“

Ein besonderes Erlebnis war es deshalb für Katrin Babst, als die Vancouver Canucks die Geschwister der Spieler während dieser Saison zu einer fünftägigen Reise einluden. Die Gruppe flog mit der Mannschaft zu Auswärtsspielen nach Dallas in Texas und Phoenix in Arizona. „Dabei hatten Christian und ich auch mal wieder Zeit nur für uns als Geschwister“, erinnert sich Babst. „Das war sehr schön, ich habe das vermisst.“ Es falle ihr zudem schwer, das Aufwachsen ihrer beiden Nichten kaum mitzuerleben.

Um Christian Ehrhoff trotz der Entfernung bei den Spielen unterstützen zu können, hat die Familie ein Ritual entwickelt. „Wir telefonieren immer vorher und wünschen ihm Glück“, sagt Babst. Ansonsten halten die Geschwister Kontakt über das Internet.

Die aktuellen Finalspiele sieht sich Katrin Babst nicht direkt im Fernsehen an. „Die laufen mitten in der Nacht und ich muss ja am nächsten Tag arbeiten gehen.“ Ihr Vater hält hingegen vor dem Computer die Stellung. „Er sagt dann morgens Bescheid, wie es ausgegangen ist.“

Katrin Babst glaubt nun fest an einen Sieg für Vancouver in der alles entscheidenden Partie, da alle drei bisherigen Final-Heimspiele gegen Boston gewonnen wurden. Sie versichert trotzdem: „Wir sind aber auch stolz, wenn Christian den Stanley Cup nicht gewinnen sollte.“

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