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Kempen: Neues Wohnviertel nimmt Form an

Kempen : Neues Wohnviertel nimmt Form an

Gestern war Richtfest an der Verbindungsstraße. Weitere Projekte sind auf dem Areal zwischen Hülser und St. Huberter Straße in Planung.

Kempen. Es gibt wohl wenige Stellen in Kempen, an denen derzeit so viele Handwerker tätig sind wie auf dem Areal zwischen Hülser, Verbindungs- und St. Huberter Straße. Unweit des Bahnhofs entstehen mehrere Einfamilienhäuser. Am besten sichtbar ist der Neubau der Firma Kanders — direkt an den Bahngleisen — mit mehreren Mietwohnungen, die schon bald bezogen werden können.

Kempen: Neues Wohnviertel nimmt Form an

So weit ist die Immobilienfirma Fabri & Reuter an der Verbindungsstraße zwar noch nicht. Weit entfernt ist das Unternehmen aber nicht mehr von der Fertigstellung von zwei Gebäuden an der Verbindungsstraße 36-38. Gestern Nachmittag wurde dort Richtfest gefeiert. „Mit dem Ablauf sind wir bislang sehr zufrieden“, sagt René Reuter. Wenn weiterhin alles reibungslos läuft, würden die beiden Häuser im November fertig sein.

Bei der Vermarktung sei wie schon am Reuter/Fabri-Bau an der Moorenringgasse „alles bestens“ gelaufen. Die zwölf Eigentumswohnungen in den beiden Gebäuden sind laut Reuter bereits alle verkauft. „Zum Teil ziehen die Eigentümer selbst ein. Es gibt aber auch Eigentümer, die als Kapitalanlage gekauft haben und die Wohnung vermieten möchten.“

Weil das Immobilienunternehmen mit Niederlassungen in Grefrath und Kempen beim Projekt an der Verbindungsstraße bereits weit ist, „können wir uns schon den nächsten Ideen widmen“, sagt der Inhaber. Links neben den Gebäuden, in denen gestern Richtfest gefeiert wurde, wird ein weiteres Haus entstehen. Geplant seien dort acht Eigentumswohnungen. Weitere Details konnte René Reuter gestern noch nicht nennen.

Wer sich auf der Baustelle an der Verbindungsstraße umschaut, sieht, dass dort weiteres Entwicklungspotenzial liegt. So ist zum Beispiel das Mitsubishi-Autohaus von Michael Engels in einem provisorischen Firmensitz untergebracht. Das Autohaus wird, wie schon berichtet, die Verbindungsstraße verlassen und in einen Neubau an der Von-Ketteler-Straße (Industriegebiet Krefelder Weg) ziehen. Dieser befindet sich aber noch im Bau. Bis zur Fertigstellung bleibt Engels noch hinter dem neuen Reuter-Bau. Einen Umzugstermin gibt es noch nicht.

Auch René Reuter sieht auf dem Areal weitere Möglichkeiten, um Gebäude zu errichten. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.

Politik und Verwaltung der Stadt Kempen haben mit dem Bebauungsplan für das Areal bereits die Richtung vorgegeben, dass auch auf dem jetzigen Gelände des Baustoff-Handels Pegels, Ecke Verbindungs-/Hülser Straße, Wohnbebauung entstehen könnte. Hintergrund ist, dass das Unternehmen mit vier Teilstandorten an Hülser und Verbindungsstraße umziehen möchte. Pegels, das inzwischen zur Heinsberger Gruppe Mobau Wirtz & Classen gehört, will alles an einem neuen Standort südlich der Hülser Straße — gegenüber der Rettungswache — zusammenziehen. Für dieses Gelände an der B 509 wurde bereits ein Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans gestellt, wie Stadtsprecher Christoph Dellmans gestern bestätigte.

Parallel wird nach Informationen der WZ daran gearbeitet, welche Wohnbebauung am jetzigen Standort der Familie Pegels entstehen könnte. Interessenten gibt es nach Angaben mehrerer Kenner der Immobilienbranche genug. Die Zeichen stehen also darauf, dass auf dem Areal zwischen Hülser, Verbindungs- und St. Huberter Straße auch in den nächsten Jahren die Handwerker das Sagen haben werden. Zumal die Firma Kanders ohnehin bereits weitere Gebäude plant — im Anschluss an jenes, dass kurz vor der Fertigstellung steht. Am Ende eines jahrelangen Prozesses wird dann ein neues Wohnviertel für Kempen stehen.