St.Huberter Kendel-Geflüster : St. Huberterin ist Frankfurts große Hilfe

Maria Goetzens leitet seit 25 Jahren die Straßenambulanz der Caritas in der Metropole am Main. Zum Start ins neue Jahr würdigt der Kendel-Flüsterer diese Arbeit: einfach nur klasse!

Wunden erkennen, Schmerzen lindern, Hilfesuchende mit verschiedenen Nationalitäten willkommen heißen, kranken Menschen ohne festen Wohnsitz in Frankfurt am Main Gehör schenken. Diesen Aufgaben widmet sich Dr. Maria Goetzens als Leiterin der Elisabeth-Straßenambulanz (ESA) im Caritasverband Frankfurt zusammen mit ihrem Team. Die gebürtige St. Huberterin arbeitet als Ärztin und Ordensschwester für kranke und wohnungslose Menschen. Es ist ihr eine Herzensangelegenheit, Arme ohne Zugang zu medizinischer Hilfe ärztlich zu versorgen. Kürzlich wurde Maria Goetzens für 25-jährige Arbeit im kirchlichen Dienst ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer kleinen Feier von Abteilungsleiter Stephan Griebel-Beutin (Caritas) überreicht.

Früher in den Slums von Manila

Bereits während ihrer Studienzeit kam Maria Goetzens als Ordensschwester in den Slums von Manila auf den Philippinen mit Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, in Kontakt. Dieser Weg führte sie schließlich zu wohnungslosen Menschen, die medizinischer Hilfe bedürfen. Ihre besondere Sorge gilt den psychisch Kranken unter ihnen, die jeglichen Halt verloren haben und auf der Straße leben. 2009 wurde Goetzens vom damaligen Bundesarbeitsminister Olaf Scholz mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr Engagement in den Bereichen Arbeit, Ausbildung und Chancengleichheit sozial benachteiligter und behinderter Menschen geehrt.

Bundesweites Erfolgsmodell

Die Elisabeth-Straßenambulanz, die 2018 ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert hat, genießt mit ihrem Hilfsangebot für kranke wohnungslose Menschen eine herausragende Stellung in Frankfurt. Dank der Unterstützung der Stadt und zahlreicher Spenden konnte die ESA ihre Behandlungsbedingungen kontinuierlich verbessern und ausbauen. Es ist vor allem der früheren St. Huberterin zu verdanken, dass die Elisabeth-Straßenambulanz mit ärztlichem und pflegerischem Fachpersonal sowie engagierten Ehrenamtlichen zu einem bundesweiten Erfolgsmodell in der Wohnungslosenhilfe geworden ist. Auf Landes- und Bundesebene setzt sie sich für gesellschaftliche Veränderungen ein und rückt die Notlage wohnungsloser und kranker Menschen in das Blickfeld der Öffentlichkeit.

Spenden sind immer gesucht

Neben der Erst- und Grundversorgung, Beratung und Spezialsprechstunden kommt die mobile Versorgung mit einem Pflegebus, mit dem Einrichtungsleiterin Maria Goetzens und ihr Team seit 2010 die kranken Wohnungslosen aufsuchen, eine besondere Bedeutung zu. Die Zahl der Behandlungen und Kontakte im Ambulanz-Bus hat sich in den vergangenen 25 Jahren verzehnfacht. Dank großzügiger Spenden konnte ein neuer Bus bestellt werden, die Innenausstattung ist noch nicht vollständig finanziert. Daher freut man sich in Frankfurt weiterhin über Spenden – bestimmt auch aus St. Hubert. Hilfe aus dem Kendeldorf kommt übrigens immer wieder am Main an. Verschiedene Organisationen, beispielsweise die KFD St. Hubert, aber auch viele Privatpersonen unterstützen die Arbeit von Goetzens regelmäßig. Weitere Informationen zur Frankfurter Organisation und zu den Spende-Modalitäten gibt es per E-Mail:

Ehrungen beim Quartettverein

Weihnachten ist vorbei. Da erzählt Ihnen der Flüsterer nichts neues, liebe Leserinnen und Leser. Trotzdem blicken wir nun noch einmal zurück auf eine Weihnachtsfeier. Und zwar auf die des Quartettvereins. Im Rahmen der Feier im Café Poeth wurden einige Mitglieder geehrt. So zum Beispiel Hermann Gleumes, der seit 60 Jahren singt. Markus Cleven tut dies seit 25 Jahren. Hinzu kommt Horst Birk, der seit 50 Jahren Mitglied ist. Für eine musikalische Überraschung sorgte bei der Feier Willi Rathmakers. Er packte sein Saxophon aus und spielte unter anderem „The First Noel“ und „ Mary’s boy child“. Eine Geschichte steuerte wie in in jedem Jahr Heinz Hubert Barth bei: „Der alte Pförtner“. Und Gabi Schröder las „Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ aus dem Buch „Das Café am Rande der Welt“ vor. Dieser Titel hatte übrigens rein gar nichts mit dem Veranstaltungsort der Feier zu tun.

Schulte-Ladenlokal ist vermietet

Und dann muss der Flüsterer noch eine Nachricht aus dem alten Jahr nachreichen. Am 2. Januar ist das sicher noch gestattet. Das Ladenlokal der früheren Metzgerei Schulte, Hauptstraße 7, ist wieder vermietet. Wie zu erwarten, wird es dort aber nicht mehr Fleisch und Wurst geben. „Design“ und „Deko“ sind die Stichwörter, um die es seit Ende Dezember an der Hauptstraße geht. Das Team von „Sweetdesign“ bietet Karten, Magnete, Bilder, Geschenkedosen, Geschirr, etc. – schöne Dinge, an denen man Spaß hat, sollen zu finden sein. Geöffnet ist zwar nicht oft, der Laden ist aber jederzeit online erreichbar. Öffnungszeiten: donnerstags bis samstags von 9 bis 13 Uhr.