Kempener Alttstadt-Geflüster : Der Thelen-Bau am Donkring ist fast fertig

Die Mietwohnungen sollen zum 1. Dezember bezogen werden. Unten zieht das Architektenbüro Thelen selbst ein. Außerdem berichtet der Flüsterer von herbstlichen Tücken eines Druckers.

Aufmerksame Kempener werden es schon gesehen haben: Der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses am Donkring (neben dem Eckhaus Novothergum) ist fast fertig. Die Familie des Architekten Udo Thelen baut das Haus mit 15 Mietwohnungen und drei Gewerbeeinheiten. „Wir stehen kurz vor dem Abschluss. Die Wohnungen können zum 1. Dezember bezogen werden“, sagt Jan Thelen. Von den 15 Wohnungen seien schon fast alle vermietet. Lediglich zwei seien noch zu haben. Gleiches gilt nach Angaben von Thelen für die Büro- und Gewerbeflächen. Eine wird nämlich vom Architekturbüro selbst bezogen. Bei den anderen beiden Einheiten stehe Thelen kurz vor dem Vertragsabschluss. Insofern sei das Unternehmen mit dem Verlauf auf der Baustelle und der Vermarktung sehr zufrieden. Derzeit würden in den Wohnungen noch Restarbeiten durchgeführt. Hinter dem Gebäude – zu den Schrebergärten des Steinpfads hin – werde noch der Parkplatz fertiggestellt. Dorthin gelangt man übrigens vom Donkring aus über eine Durchfahrt hinter das Haus.

Moderne Küche im Annenhof

Die Handwerker sind derzeit auch im Kinderheim St. Annenhof tätig. Die Hauptküche der Einrichtung an der Oelstraße wird modernisiert. „Statt mit einer alten Kipp-Bratpfanne und den Gashockern wird künftig mit neuester Gerätetechnologie gearbeitet“, teilt Annenhof-Geschäftsführer Peter Fischer mit. Neue Versorgungsleitungen für Gas, Strom und Wasser wurden bereits verlegt. Neu installiert wird eine sogenannte Tiefkühlzellenkombination, die über Kälteanlagen im Keller versorgt wird. Die Küche sei künftig bestens ausgestattet, um die einzelnen Gruppen der Kinder- und Jugendeinrichtung mittags mit frischen und regionalen Gerichten zu versorgen. Küchenchef Dirk Wellmanns und Beiköchin Lidia Friesen sowie das gesamte Annenhof-Team freuen sich schon auf diese optimalen Bedingungen.

Bei Engels muss der Chef ran

Verlassen wir kurz die schöne Altstadt. Denn auch außerhalb des Altstadtrings wird fleißig gearbeitet. Ganz konkret bei Kerzen Engels. Seit Donnerstag künden wieder die großen Zelte vor der Firma, Am Selder, davon, dass es einen Sonderverkauf gibt. Jahr für Jahr  – wenige Wochen vor Weihnachten – ziehen die Kerzen im Engels-Zelt die Massen aus der Region an. Zum Start am Donnerstag konnte der Flüsterer beobachten, dass die Mitarbeiterinnen kaum mit dem Einpacken und Kassieren nach kamen. Logisch, dass Firmen-Chef Thomas Engels selbst mit anpackte. Der Sonderverkauf läuft noch bis zum 27. Oktober.

Drucker hadert mit dem Herbst

Mit dem Herbstwetter der vergangenen Tage und Wochen, das eher ein sommerliches ist, kann eigentlich niemand seine Probleme haben. Gut, die Verantwortlichen im Grefrather Eisstadion finden das T-Shirt-Wetter nicht so lustig (die WZ berichtete am Freitag). Aber ansonsten ist doch alles prima. Obwohl, auch in der Altstadt herrschte ein wenig Unzufriedenheit. Allerdings nicht bei einem Menschen, sondern bei einer Maschine. In der WZ-Redaktion an der Moosgasse 6 quittierte nun kurzerhand das Druck- und Scangerät den Dienst. Dem Maschinchen war es allerdings nicht zu warm, es meldete einen Papierstau. Die anwesenden Redakteure und Anzeigenberater – selbstverständlich allesamt technische Nieten  – konnten allerdings nirgends ein Blatt Papier erkennen. Und so musste der Kundendienst ausrücken – ist doch bestimmt ein Fehler in der Software, oder so. Der Experte des Dienstleisters hatte das Problem schnell erkannt. Und es lag in der Tat an einem Blatt. Allerdings nicht an einem handelsüblichen weißen. Der „Übeltäter“ hatte sich schon grün und braun verfärbt. Dieses Blatt stammte nämlich direkt von einem Altstadtbaum und war durchs Fenster in die Redaktion bzw. geradewegs in den Drucker geweht worden. Und dieses kleine Blättchen löste die Blockade aus. „Da kann ich Ihnen nur empfehlen, im Herbst das Fenster in der Nähe des Geräts nicht zu öffnen“, schlug der Experte vor. Was für ein Quatsch... Herbst... is’ doch Sommer!

Kulturforum geschlossen

Zum Schluss kommen wir noch auf das Kulturforum Franziskanerkloster zu sprechen. Dort läuft es alles andere als rund. Es herrscht nämlich weiterhin akuter Personalmangel. Deshalb gibt es wie schon am vergangenen Wochenende erhebliche Änderungen bei den Öffnungszeiten. Und „erheblich“ bedeutet in diesem Zusammenhang eine komplette Schließung am Samstag und Sonntag. Kulturamtsleiterin Elisabeth Friese teilte am Freitag mit, dass Stadtbibliothek, beide Museen sowie die Kartenvorverkaufsstelle an der Burgstraße 19 an diesem Wochenende nicht geöffnet werden. Zur Rückgabe von Büchern oder anderen Medien kann die blaue Box neben dem Eingangsgebäude genutzt werden.