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Nettetal: „Wir müssen so schnell wie möglich helfen“

Nettetal: „Wir müssen so schnell wie möglich helfen“

Bislang hat die Hilfsorganisation 6,5 Tonnen Hilfsgüter nach Haiti geschickt. Die nächste Ladung steht bereit. Es werden Spenden benötigt.

Nettetal. 6,5 Tonnen Hilfsgüter hat die Nettetaler Hilfsorganisation Human Plus bereits nach Haiti geschickt. "Wir sind mit der Spendenbereitschaft zufrieden. Aber wir benötigen mehr Geld, um effektiv helfen zu können", sagt Walter Grieger, Aufsichtsratsvorsitzender bei Human Plus.

Walter Grieger, Human Plus

Die nächste Ladung Hilfsgüter mit Medikamenten, Erste-Hilfe-Materialien, Verbandsstoffen, Decken, Hygieneartikeln, Kleidung, Schuhen und Nahrungsmitteln steht zum Abtransport bereit.

Künstler, Unternehmer und Politiker helfen der 1998 gegründeten Hilfsorganisation gerne und ehrenamtlich. Darunter sind der Präsident des Deutschen Leichtathletikverbandes, Clemens Prokop, und der Nettetaler Unternehmer, TerraTec-Gründer und Burg-Bocholt-Besitzer Walter Grieger.

Nach der Erdbebenkatastrophe vor zwölf Jahren in der Türkei sammelten hilfsbereite Nettetaler in nur drei Wochen 35 Tonnen Hilfsmittel. Viele der Spender wollten sich ihre Gabe quittieren lassen, woraufhin die Idee entstand, mann könne eine Organisation aufbauen. Gegründet hat sie der heutige Vorsitzende Anestis Ioannidis. Mittlerweile hat Human Plus 30 Mitglieder und konnte in den zwölf Jahren bei zahlreichen Projekten helfen. Die Hilfsorganisation hat es sich zum Ziel gemacht, international zu beraten und selbstständig humanitäre Hilfe zu leisten.

Seit Dienstag kooperiert Human Plus mit der Firma Heli Aviation aus Wallerstein (Bayern). "Die stellen Hubschrauber, Personal, Equipment und 30 Flugstunden", sagt Walter Grieger. Gemeinsame Hilfslieferungen soll es "so schnell wie möglich" geben, das richte sich nach Kapazität und Kosten. "Vor allem aber suchen wir Sponsoren, die die Transportkosten übernehmen", sagt Grieger.