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Natur und Kunst: „Offene Gartenpforte“

Natur und Kunst: „Offene Gartenpforte“

Am Wochenende konnten Interessierte in fremdem Grün ausgiebig schwelgen.

Kempen/St. Hubert. Auf dem Gartenhaus sitzt eine Amsel und singt. Leichter Wind streift durch die Hortensien und Azaleen, vom Teich her plätschert das Wasser. Elke Rube hat sich auf 400 Quadratmetern ihren persönlichen Gartentraum erfüllt. Am Wochenende zeigte sie diesen bei der „Offenen Gartenpforte“ anderen Grünliebhabern.

Den strengen Bux lockert sie mit weißblühender Cosmea auf, während anderswo sich Humeln am Fingerhut laben. Die Ordnung nach Pflanzenarten erscheint nicht streng, sondern verleiht Struktur. Im September blüht die Samthortensie weiß-lila, doch derzeit verbreitet die französische Kletterrose ihren betörend süßen Duft.

„Im Sommer ist die Loggia unser zweites Wohnzimmer“, sagt Elke Rube mit Blick aufs begrünte Idyll. Geißblatt, Kletterhortensie und wilder Wein ranken um die Wette und zaubern eine märchenhafte Atmosphäre an die Degelsheide.

Komplettiert wird dies durch die kreative Hand der Hausherrin: Spachteltechnik-Bilder zieren Haus und Hof, hinzu kommen rostige Bohrschnecken. „Die hat mein Mann Jochen beigetragen“, sagt sie.

Wer von der Pforte in St. Hubert nach Kempen steuerte, durfte am Donkring bei Ulrike und Klaus Pannhausen im Garten lustwandeln. Die bunten Schmucksteine im vorderen Beet voller Petunien, Geranien und Tagetes sind das Reich von Ulrike Pannhausens Mutter Brigitte Ley — und auch Geschmackssache.

Hinterm dichten Grün eröffnet sich Gästen 1500 Quadratmeter großes Refugium mit Beeten, Buxumgrenzungen und einer Bank unter der meterhohen Esskastanie. Der japanische Pavillon — dort sind Bambus, Budda und Bonsai Trumpf — ist Ulrike Pannhausens Lieblingsecke. Nach dem Rundgang verwöhnte sie ihre Gartengäste mit hausgemachtem Kuchen und Kaffee.